OpenSimulator implementiert erste LSL-Funktionen

Eine der Dinge, die Second Life® neben den User-generated Content so spannend machen, ist die Scripting Language von Linden Lab, die Linden Scripting language LSL. Mittels der Sprache ist es möglich, 3D-Objekten „zu beleben“. Außerdem wird ein hoher Grad an Interaktivität ermöglicht. Während Linden Lab® an der Verbesserung der LSL durch Mono arbeitet, implementiert das Open Source Projekt OpenSimulator endlich die ersten LSL-BuildIn-Funktionen. Eine Liste der bereits implementierten Funktionen gibt es hier.

LSL versus Mono Performancevergleich

Die in Second Life® verwendete Programmierspache LSL wurde ja bekannter weise um eine weitere Sprache namens Mono ergänzt. Hier sieht man im Video einen Vergleich bezüglich der unterschiedlichen Leistungspotenziale. Links im Bild Code mit LSL, rechts mit Mono ausgeführt. Beide Scripte wurden Zeitgleich gestartet.

Second Life Programmierung

Second Life® Programmierung Melzer

Mit Freude habe ich gestern ein neues Buch zur Rezension erhalten. Es ist ein weiteres Buch über Second Life® Programmierung mit der Linden Scripting Language (LSL), erschienen im Hanser Verlag von Matthias Melzer. Das Buch kostet €39,90, umfasst 383 Seiten im Hardcover und der Käufer erhält zusätzlich sogar eine E-Book-Variante.

Beim ersten Durchblättern des Buches hatte ich einen äußerst positiven Eindruck, der sich bis jetzt bestätigte. Mein erster Gedanke zum Buch: „Endlich das erste ernstzunehmende Programmierhandbuch für Second Life®“.

Zunächst führt Melzer in die doch sehr schlanke Entwicklungsumgebung ein, die Bestandteil des Second Life®-Cients ist. Ordentlich für ein Programmierhandbuch folgen Kapitel über Datentypen, Typenumwandlung, Operatoren, [Weiterlesen…]

Second Life: Nächster Meilenstein: Mono

Linden Lab® legt einen weiteren Meilenstein in seiner Technik-Strategie: Die Implementierung eines Frameworks, um die Defizite von LSL zu kompensieren. Die gegenwärtig implementierte Linden Scripting Language (LSL) verfügt weder über eine vernünftige Typisierung ider Modularisierung noch über moderne Konzepte der Objektorientierung.

Hier musste sich Linden Lab® etwas einfallen lassen. Und zwar die Öffnung der InWorld-Sprache mit modernen Konzepten wie Vererbung, Objektorientierung und gleichzeitiger Abwärtskompatibilität von einer gigantischen Menge an bestehenden LSL-Scripten im aktuellen System (GRID). Die Antwort heißt Mono: Mono ist weniger eine Programmiersprache, sondern vielmehr auch ein Framework, was das Einbetten verschiedener Sprachen erlaubt. Mono ist die Microsoft .NET kompatible Open Source Laufzeit- und Entwicklungsumgebung, die auf den ECMA-Standards Ecma-334 und Ecma-335 basiert.

Erste Möglichkeiten zum Testen gibt es wohl schon. Mit Mono geht Linden Lab® einen sicheren Schritt in Richtung Zukunft, gekppelt mit der von Rosedale bereits angekündigten fundamentalen Öffnung der Architektur und der HTML on a PRIM-Funktion dürfen wir uns auf einen gewaltigen Entwicklungsschub freuen :-)

Und ein wenig Schadenfreude über die blinden Kritiker und Unkenrufe aus 2007, die den Zug verpasst haben, darf man mittlerweile haben – zumindest ein wenig :-) Es gibt eben die Sehenden und die Nicht-Sehenden !

Big Business oder small World

Soeben habe ich Martin’s Slides über seinen Vortrag „Big Business oder small World“ gesehen. Sehr empfehlenswerter Vortrag, auch die Differenzierung zwischen Social-Plattformen und Gameing-Plattformen auf Slide 12 finde ich interessant. Vom Wording würde ich allerdings Virtual World und Gaming-Plattformen oder Web.3D-Plattformen und Gaming-Plattformen oder Virtual-World-Plattformen und Gaming-Plattformen oder Metaversen und Gaming-Plattformen unterscheiden, da ja auch die 3D-Online-Spiele heute soziale Interaktion beinhalten.

Wichtig ist meiner Meinung nach, herauszustellen, dass auf den Web.3D-Plattformen insbesondere die sozialen Aktionen in einem weitgehend freien Raum forciert werden zum Zwecke der polythematischen Begegnung, während 3D-Spiele monothematisch sind, betreffend die Bewegung bzw. die Begegnung im jeweiligen Spielrahmen.

Hier die Slides:

Dann wird die Nutzerzahl explodieren

so, Ross im Spiegel-Online-Interview.

Er macht es von der Open-Source-Bewegung in diesem Bereich abhängig, was ebenfalls gestriges Thema bei den Second Life® Visions nach 2008 war.

Hier der Wortlaut von Ross, den ich zu 100% zustimme:

Ross: Bis jetzt ist der „Second Life®“-Betreiber „Linden Labs“ ein Quasi-Monopolist. Die haben einen guten Job gemacht, sind aber einfach begrenzt in ihren Ressourcen. Was wir brauchen, sind offene Standards für virtuelle Welten. Dann können verschiedene Anbieter verschiedene Welten kreieren, die alle interoperabel sind. Dann werden wir die Nutzerzahl explodieren sehen.