Rezension: Mein Kind ist bei Facebook

Mein Kind ist bei Facebook

Die Autoren Thomas Pfeiffer (Link geht, aber Ihr müsst Euch bei FB einloggen) und Jöran Muuß-Merholz haben mit ihrem Buch „Mein Kind ist bei Facebook – Tipps für Eltern“ das lange vermisste Handbuch zu Facebook veröffentlicht.
Dabei widmen sie sich der gesamten Komplexität, die soziale Netzwerke mit sich bringen. Umfangreich, und doch verständlich.

Die Metaphern, die sie verwenden (Facebook ist eine Kaffeeküche)
sind im ersten Moment vielleicht verwirrend, doch das Aha-Erlebnis bei der Auflösung umso größer.

[Weiterlesen…]

Rezension: Gewaltphantasien Zwischen Welten und Wirklichkeiten

Auf den Herausgeberband von Frank Robertz bin ich im Rahmen der Diskussion um virtuelle Leichenschänder in unserem Blog aufmerksam gemacht worden.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, deren erster Teil sich mit den „Grundlagen der Entwicklung und Ausgestaltung von Gewaltphantasien“ beschäftigt. In diesem Teil geht es hauptsächlich darum, dass Gewaltphantasien bei Kindern völlig normal und unbedenklich, eher sogar entwicklungsfördernd zu bewerten sind, da sie als Ventilfunktion die vom Kind subjektiv empfundene, eigene Hilflosigkeit erträglich machen. Die Gedanken des Autoren Gerald Jörns gehen hier wesentlich weiter, als nur bis zu dem Punkt „Der Amokläufer hat Egoshooter gespielt“, an dem die Autoren der Verbotsgesellschaft gerne aufhören.

[Weiterlesen…]

Rezension: Mein Avatar und ich – Die Interaktion von Realität und Virtualität in der Mediengesellschaft.

Mein Avatar und ich

Im Rahmen der erweiterten Dokumentation zu den „14. Buckower Mediengesprächen 2010“ ist der Herausgeberband „Mein Avatar und ich – Die Interaktion von Realität und Virtualität in der Mediengesellschaft“ von Klaus-Dieter Felsmann erschienen.

Passend zur aktuellen Karnevalszeit lauten die einführenden Worte des Herausgebers:

„Es ist Karneval! Für wenige Tage gibt es dabei die Möglichkeit, dass man verborgen hinter einer Maske ein Anderer sein kann, als es ansonsten durch die Alltagsgegebenheiten über längere Lebensphasen hinweg festgelegt ist. Der Mensch agiert partiell in der Identität eines Stellvertreters, eines Avatars, und macht dabei entsprechende soziale Erfahrungen.“

Die modernen Medien gestatten uns nun, über die fünfte Jahreszeit hinaus in andere Rollen zu schlüpfen. Dabei ist es ganz gleich, ob wir von einem lustigen Twitteraccount, unserer Schokoladenseite auf einer Singlebörse, dem „wahren Ich“ auf Facebook oder unserem 3D Avatar in Second Life reden. Mit Hilfe des Internets können wir uns für jede Gelegenheit neu erfinden, in verschiedene Rollen eintauchen oder einfach nur das ausleben, was im alltag der physischen Welt nicht möglich ist.

[Weiterlesen…]

Rezension: Gamecrime und Metacrime

Gamecrime Metacrime

Das Buch „Gamecrime und Metacrime – Strafrechtlich relevante Handlungen im Zusammenhang mit virtuellen Welten“ von Cindy Krebs und Thomas Gabriel Rüdiger erschien im Rahmen einer Masterarbeit 2010 im Verlag für Polizeiwissenschaft.
Die Arbeit sollte klären, ob der Boom virtueller Welten auch strafrechtlich relevante Handlungen mit sich bringt, wenn ja in welchen Bereichen und in welchem Umfang.

Auf sehr ausführliche und nachvollziehbare Weise klären die beiden Kriminologen zunächst darüber auf, was virtuelle Welten sind, und welche Unterschiede es von Second Life über World of Warcraft bis zum Browsergame gibt. Auch die wirtschaftlichen Hintergründe und unterschiedlichen Geschäftsmodelle einzelner Plattformen werden anschaulich erläutert, als Basiswissen für die spätere Erläuterung von Vermögensdelikten.
Insofern kann ich an dieser Stelle das Buch allen Eltern und Lehrern empfehlen, die nachvollziehen möchten, was ihre Kinder den ganzen Tag am Rechner treiben. [Weiterlesen…]

Virtual Reality Magazin

Das Virtual Reality Magazin erscheint quartalsweise und hat einen Umfang von 30 Seiten. Die Themenbereiche „Visualisierung“, „Simulation“, „Interaktion“ und „Animation“ heben die wichtigsten wirtschaftlichen Anwendungsbereiche hervor, die virtuelle Welten zu bieten haben.


virtual-reality-magazin

Im technisch seriösen Grau und dezentem Seidenglanz macht das Magazin nach außen deutlich, was in ihm steckt. Aktuelles aus Entwicklung, Forschung und Technik mit Bezug auf virtuelle Welten.
Das dreispaltige Magazin enthält eine hohe Informationsdichte bei unauffälliger Werbung.

[Weiterlesen…]

Virtuelle Zeitreisen: Das Buch der Zukunft von Andreas Eschbach

Das Buch der Zukunft von Andreas Eschbach

Zeitreisen sind seit jeher Thema der Menschen. Früher waren es virtuose Geschichtenerzähler, die umherziehten und mit virtuoser Rethorik ihre Zuhörer in andere Gedankenwelten entführten. Erst lange Zeit nach den mittelalterlichen Minnesängern und Hofnarren wurde die Zeitmaschine erfunden, die es ermöglichen sollte, in andere Zeiten zu reisen, in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Die erste Zeitmaschine erwähnte H.G. Wells in seinem Roman „Die Zeitmaschine“. Unsere Zeitmaschinen heute heißen Kino, Fernseher und Virtuelle Welten. Durch diese „Maschinen“ sind wir in der Lage, uns in andere Zeiten zu versetzen. Wir sind also nicht tatsächlich dort, sondern lassen uns „verführen“. Und desto virtuoser die Geschichte erzählt oder dargestellt wird, desto mehr tauchen wir ein und desto realer kommt und die erzählte Gedankenwelt als Zeitreise vor. [Weiterlesen…]

Rezension: Virtuelle Welten als Basistechnologie für Kunst und Kultur?

Virtuelle Welten als Basistechnologie für Kunst und Kultur?

Vor kurzem bin ich auf diesen vielversprechenden Titel des [transcript]-Verlages aufmerksam geworden. Noch mehr lockte mich dieses Buch, da ich mit Michael im Kunstkontext kürzlich unseren Beitrag „Am Rubikon zwischen Realität und Virtualität“ im selben Verlag veröffentlichte.

Die Herausgeber und Autoren von Virtuelle Welten als Basistechnologie für Kunst und Kultur? stellen sich die Frage, inwiefern das Holodeck von der heutigen VR/AR-Technologie entfernt ist, ob es jemals Wirklichkeit wird und wie VR/AR-Technologien in der Kunst bereits Anwendung finden bzw. Potentiale bergen.

Die Herausgeber Manfred Bogen, Roland Kuck und Jens Schröter beschäftigen sich schon länger mit Virtual Reality sowie deren Anwendungsgebiete, was u.a. an der Auswahl der hochkarätigen Autoren und deren Artikel zum Ausdruck kommt. In 10 Beiträgen bringen 18 Autoren Einblicke in die aktuelle Forschung. Zu begrüßen ist die substantielle Auseinandersetzung mit Raumkonzepten und Methoden aus der Kunst, Räume perspektivisch darzustellen. So beginnt Gundolf Winter mit einen kunsthistorischen Einstieg in die italienische Wandmalerei und der Vermessung der Zentralperspektive nach Albrecht Dürer. [Weiterlesen…]

Frank Schirrmacher – Payback. Eine Rezension von Stephanie Posselt

Rezension von Stephanie Posselt

Frank Schirrmacher – Payback

Ein merkwürdiger Buchtitel für das Werk eines Frankfurter Intellektuellen, der sich mit den Folgen der Digitalisierung unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Vielleicht deshalb auch der ungewöhnlich lange Untertitel: „Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen“.

Eine Verheißung

Zunächst liest sich das gut und klingt verheißungsvoll. Bei genauem Nachdenken stellt sich jedoch die Frage, ob dieses tun-was-wir-nicht-tun-wollen tatsächlich charakteristisch allein für das Informationszeitalter ist, oder ob das für die allermeisten von uns nicht schon immer so war. Das Versprechen, dieses Buch gäbe ein Rezept, wie wir im Zeitalter von Google einen Zugang zu den neuen Anforderungen an unser Denken bekommen könnten, wird leider nur unzureichend erfüllt, wie man nach der letzten gelesenen Seite feststellen muss.

[Weiterlesen…]

Kommunikationsqualität im virtuellen Raum

In den Essener Studien zur Semiotik und Kommunikationsforschung – Band 28 liefert Sascha Postner als einer der wenigen ernstzunehmenden deutschen Forscher und Wissenschaftler im Bereich Virtuelle Welten neben Andreas Lober ein hervorragendes Werk. Das Buch umfasst im DIN A5-Format 106 Seiten und kostet €24,80 bei amazon.de und ist im Shaker-Verlag erschienen.

Der offizielle Titel der Studie lautet

„Erster Eindruck aus zweiter Hand – Zum sozio-perzeptiven Kontakt unter den spezifischen Bedingungen dreidimensionaler Onlinewelten am Beispiel von Second Life“

[Weiterlesen…]

Marketingkonzeptionelle Möglichkeiten für SL

Marketingkonzeptionelle Möglichkeiten für die virtuelle Welt Second Life

Mit dem Titel „Marketingkonzeptionelle Möglichkeiten für die virtuelle Welt Second Life“ liegt uns nun die Veröffentlichung der Diplomarbeit von Frau Judit Will vor. Die Arbeit erschien im wissenschaftlichen Buchverlag VDM und umfasst 102 Seiten.

Auf der Rückseite des ist zu lesen: [Weiterlesen…]