Der Kult ums Rezzen

rezzen, rezzen, und nochmal rezzen … Das wird getan vielleicht hunderttausendmal, vielleicht über eine Million Mal pro Tag. Doch was ist rezzen und woher kommt der Begriff, wenn sich virtuelle Objekte im virtuellen Raum „manifestieren“ / „virtuell verkörpern“ – was ja eigentlich gar nicht geht, da ver-körpern ja normalerweise sehr physikalisch/physisch ist.

In diesem Video beschreibt Torley, dass das Wort rezzen von dem Kultfilm Tron kommt:



Tron war einer der ersten Spielfilme, in denen längere computergenerierte Sequenzen eingesetzt wurden. Insgesamt machen diese etwa 15 bis 20 der 96 Filmminuten aus. Auch wenn der Film für die eher hölzerne Leistung der Darsteller und seine inkohärente Handlung kritisiert wurde, wurde er dennoch als ein Meilenstein in der Geschichte der Computeranimation gefeiert.

Ein wenig Tron-Feeling gefällig? Hier ein Filmausschnitt:


Und hier nochmehr davon:



Pia Piaggio auf der Modemesse

So langsam bekomme ich es auf die Reihe mit meinem Zweitleben. Pia avatiert endlich reibungslos. Sie geht, fliegt und teleportiert sich durch das Second Life, sucht und findet mühelos Orte und Veranstaltungen, die mich interessieren oder von denen ich einfach nur höre. Genauer gesagt lese ich darüber. Pflichtlektüre ist da unter anderem das kostenlose Magazin TOUCH, das regelmäßig Inworld berichtet und alle Rubriken einer ordentlichen Lifestyle-Zeitschrift abarbeitet. Ebenfalls die Foren Toolbar Info, Second Life® Info, Pedro Meya Marty, der Multimediablog oder German SL Style sind wahre Fundgruben für Infos rund ums Leben im Grid, wobei diese Nennungen beispielhaft für zahlreiche interessante Foren stehen.

Mir macht mein Zweitleben immer mehr Spaß. Die Liste der Locations und Events, die Pia Piaggio besuchen soll, wird immer länger. Ganz oben stehen diverse Museen, gefolgt von einigen Künstlervierteln und gespickt mit festen Dates aus den Bereichen Bildung und Kultur. Mit jedem Einloggen wird diese Liste automatisch länger, weil ich an jedem Ort Verweise auf weitere Locations finde, die das jeweilige Thema ergänzen, vertiefen oder ausweiten. Welch gigantisches Grid!

Um jeglichen unerwünschten Effekten von Immersion entgegen zu steuern habe ich mir relativ feste Zweitlebenszeiten eingerichtet. Dienstags ist ganz klar mein Highscore-Second-Life-Tag, an dem ich von morgens bis abends Zeit dafür habe. Die restlichen Wochentage sind von lauter Haupt-, Neben- und Freizeitpflichten durchsetzt und werfen höchstens mal ein Stündchen für Pia Piaggio ab. Samstags und Sonntags ist SL-Verbot auf der Finca. Sonst würde ich wohl meine Beziehung und Freundschaften im Erstleben aufs Spiel setzen. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein wichtiges Event ansteht. Basta. So sieht es aus für Pia Piaggios Aktivitäten.

Apropos Spiel: Da hat doch die Zeitung CHIP das Second Life® endlich Anfang April in ihre Downloads aufgenommen und sortiert es dann auch noch ein in die Kategorie „PC-Spiele“. Ein Stöhnen ging an jenem Tag durchs Grid, aber es hat wohl kaum jemand gehört. Sonst hätte es doch sicherlich eine Art Anti-CHIP-Magazin-Inworld-Demo gegeben, weil deren Redaktion noch immer nicht begriffen hat, was das virtuelle Leben außer dem Spielen sonst noch alles anbietet. Oder habe ich etwa nicht begriffen, dass es doch nur ein Spiel ist?

Offen gestanden verwirrt mich diese virtuelle Welt manchmal ganz schön. Ich sitze hier auf meiner Finca und haue mir das Web.3D in all seinen Finessen, Tücken und Herausforderungen um die Ohren. Um einen ganz realen Standpunkt zu dieser virtuosen Virtualität zu finden hilft oft nur ein ausgedehnter Spaziergang mit den Hunden.

Hunde

Diese zwei Schätzchen holen mich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück. Wir tapern über die Haine, kraxeln in tiefe Schluchten und kämpfen uns durch dicht zugewucherte Wälder. Das macht den Kopf frei, den Rücken locker und meist sehe ich die Dinge nach so einer Hunderunde glasklar.

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Interview mit TJ Ay, Betreiber von Kreiss und Ebersberg

TJAyTeaserGestern Abend, kurz vor der Abfahrt in seinen Urlaub erwischten wir noch TJ Ay und konnten mit dem SIM-Betreiber der beiden deutschen SIMs Ebersberg und KREISS ein Interview betreiben. Seine beiden SIMs sind in unserem Reporting bzw. SIM-Ranking, welches wir gerade entwickeln, sehr positiv aufgefallen. U.a. generiert er echten Traffic, ohne über bezahlte Dancepads oder Camping Chairs künstlich den Traffic zu erzeugen. Seine SIMs nehmen wir in einer Casestudy für unser Scannerprodukt auf. Zudem inspirierte er uns, in das Lizenzmodell, welches wir gerade entwickeln, Inseln von unserem standardisiertem Messverfahren auszuschließen, die Traffic über bezahlte Camping Chairs oder Dancepads künstlich in die Höhe treiben. Außerdem hat TJ Ay seinen neusten Video und ein paar Bilder für Euch mitgebracht, um Euch das Feeling seines Salsa Clubs „en Cielo“ rüberzubringen. In dem Interview von TJ Ay verrät [Weiterlesen…]

Kurz vorm Launch: Linden Lab Backup-System in Action

Linden GuySo sieht er aus, der Retter ! Ein echter Linden. Heute Morgen ist zum ersten Mal das passiert, was irgendwann einmal passieren musste. Wir mussten zum ersten Mal das Linden Lab-Backup-System testen – nein falsch, in Anspruch nehmen – und den offiziellen Rollback-Prozess durchstehen. Keiner von uns wusste, was uns erwarten wird. Was aber war passiert? Gegen 11:00 Uhr heute Vormittag hatten wir heftige Objektverluste durch einen Vorgang, den wir … aehmm … sagen wir unter „Erfahrung“ abheften und welcher letzlich unseren Kunden zu Gute kommt. Wie auch immer, es stand die Entscheidung an, ob wir die Objekte neu modellieren bzw. rezzen und positionieren, oder ob wir ein Linden-Lab-Backup zurückfahren! Da der Verlust [Weiterlesen…]