Serious Games mit der Kinect oder wohin mit der Bewegung?

Im letzten Arbeitskreis haben Prof. Dr. Urlike Lucke und Dr. Ing.Ralph Zender der Uni Potsdam über eine technische Möglichkeit informiert, den Avatar eines Sprechers mit dessen Bewegungen zu synchronisieren. Doch neue Techniken werfen bei mir immer die Frage auf: „Was kann man noch daraus machen?“ Die Körpersprache in virtuelle Welten zu bringen ist in bestimmten Bereichen einfach notwendig, aber da geht bestimmt noch mehr.

Andrew Hughes von Designing Digitally Inc. hat nun ein Video herausgegeben, dass noch eine andere Möglichkeit für die Nutzung der Kinect aufzeigt. Das Training von Gesten im virtuellen Raum. Im Video ist es die Aufgabe, ein Flugzeug mit Hilfe der korrekten Gesten über einen Parcours auf dem Rollfeld zu steuern.




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Virtusphere – physische Kugel für virtuelle Welten

Virtusphere

Im Zusammenhang mit virtuellen Welten können sich in Europa derzeit nur die Forscher der Arbeitsgruppe „Kognitive Neuroinformatik“ an der Uni Bremen die Kugel geben. Denn sie verfügen über ein noch seltenes genutzes Human Interface, in Form einer drei Meter durchmessenden Kugel, einer Art begehbarem Trackball.

Grundsätzlich dient das Gerät [Weiterlesen…]

CFP GameDays 2011: Call for Papers

Gamedays Call for Papers

Gerade kam noch eine Meldung über Facebook reingeflogen, die ich hier ebenfalls gerne veröffentliche:

Noch bis zum 15. Juni 2011 können Forscher und Anwender ihre neuesten Forschungsergebnisse, Best Practices, Demos sowie Ideen und Konzepte aus dem Bereich Serious Games zu präsentieren. Eingereicht werden können Full papers (bspw. Forschungsumfragen) Short papers (bspw. Ergebnisse zu Best-Practices), Demo papers (Beschreibungen von Spielen, Produkten und Prototypen) oder Poster Präsentationen (neue Ideen, Forschungsansätze, usw.) zu folgenden Themen: [Weiterlesen…]

Microsoft, IBM und Google nutzen bereits Serious- und Productivity Games

Im Bereich der virtuellen Welten und des 3D-Internets ist man heute fast noch missionarisch unterwegs, wenn man über ernste Lernspiele, engl. Serious Games spricht, zumindest im Internet-Entwicklungsland Deutschland. Dabei nutzen die drei Riesen Microsoft, IBM und Google bereits erfolgreich Serious Games bzw. Productivity Games , um ihre Produkte zu verbessern oder um Mitarbeiter im Bereich der Unternehmensprozesse zu schulen. [Weiterlesen…]

17. AK E-Learning: Gewn Gwasi, virtuelle Zeitreise – auf einen Tango nach Berlin

Berlin in der Nachkriegszeit der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war nur dann richtig toll, wenn man zu der dünnen Schicht derer gehörte, die nicht von der allgemeinen Inflation betroffen waren. Das übrige Volk verbrachte sein Leben in Armut, mit Bettelei und Prostitution, um ein Bisschen an das Geld der Reichen zu bekommen. Doch gerade in dieser Zeit erlebte die Kunstszene einen Schub, alles Schöne sollte den hässlichen Alltag verdrängen.


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In diesem Spannungsfeld zwischen maßlosem Überfluss, dem Konsum von Kunst und täglichem Überlebenskampf ist es heute möglich Deutsch als Fremdsprache zu erlernen.

Dabei macht genau diese Spannung den Reiz aus, weil alles Unmögliche plötzlich möglich ist. [Weiterlesen…]

Serious Games Conference


sgc-logo

„Was vorwärts geht, geht auch rückwärts!“ sagte vor ca. 20 Jahren mein Trainer zu mir. Die Worte habe ich heute noch im Ohr, weil ich gelernt habe, dass sie vielleicht nicht allgemeingültig sind, aber doch sehr oft zutreffen.

Im Rahmen der Diskussion um die EGO-Shooter, die die Menschen in den Amok treiben, weil diese hier das Töten erlernen können, frage ich mich, warum so wenige erkannt haben, dass vorwärts auch rückwärts geht? Rückwärts wäre in diesem Fall: Wer EGO-Shooter verbieten will, kann doch im gleichen Maß Serious Games fördern…

Denn der Lerneffekt von Beidem scheint unumstritten zu sein. Glücklicher Weise verbreitet sich die Erkenntnis des Lernens mit Hilfe konstruktiver Spiele nun auch langsam in Europa, weshalb ich gerne auf die Serious Games Conference hinweisen möchte, die am 05. März 2010 in Hannover stattfinden wird, wenn sie nicht vorher im blinden Feldzug gegen die EGO-Shooter verboten wird ;-)

Zukunftsszenarios Serious Games

Das Thema Serious Games ist heiß diskutiert und ich nehme gleich an dem Expertengespräch „Zukunft von 3D und Serious Gameing teil“, im Rahmen des eVideo-Projektes von Anja C. Wagner.

Mit dabei ist Lorenz Matzat, Diplom-Politikwissenschaftler und Medienpädagoge

Über die Seite Educational Gaming bin ich gerade auch auf das spannende Thema Computerspielesucht gestoßen. Hier wurde Kai Müller von der Mainzer Ambulanz für Computerspielesucht interviewt.

Ebenfalls spannend ist der Beitrag Was sind Serious Games? auf Educational Gaming.

Und hier meine Folien für heute Abend:

Arbeitskreis E-Learning in Second Life, 2. Termin

Gestern hat unser zweiter Arbeitskreis E-Learning in Second Life stattgefunden. Unsere Streifzugautorin, Stephanie Posselt, hat diesmal die Sim von swiss project vorgestellt. Die Simulation eines Küchenbrandes, über die wir schon einmal berichtet haben.
Für die 20 Avatare der Teilnehmer war die Küche zwar etwas klein, aber es war kuschelig…

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Ich hatte das Gefühl, dass, durch die verschiedenen Interaktionen der Teilnehmer während der Brandsimulation, der Rechner der Sim ganz schön was zu tun hatte. Wenn fünf Leute gleichzeitig von einem virtuellen Telefon die Feuerwehr rufen, und vier andere dann die Notrufnummer in den Chat eingeben… schön durcheinander:-)

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Aber trotz allem ist die „Message rübergekommen“: Trotz heißer Friteuse immer einen kühlen Kopf bewahren, und: es gibt Fehler, die macht man wahrscheinlich nur einmal!

Ich finde es gut, dass man in solchen serious Games Fehler machen, und aus ihnen lernen kann. Und zur Qualität des Lernens kann ich jetzt sagen, dass es ein spürbarer Unterschied ist, ob ich Stephanies Artikel lese und denke: “Na logo, erst Stecker raus…“ oder ob „ich“ in dem Geknister stehe, das nervige Pfeifen des Feuermelders im Hintergrund habe, und zusehen kann, wie das Feuer sich ausbreitet. Da ist die Sache mit dem Stecker nicht mehr ganz so „logo“…

Das Einzige, was ich trotz aller Begeisterung für diese Simulation zu bemängeln habe, ist der fehlende Hinweis auf die tatsächliche Gefahr. Ich bekam eine Email von einem Teilnehmer, der schrieb: „Fettbrände sind saugefährlich.“

Bei mit hat diese Mail etwas ausgelöst. Eine fast vergessene Erinnerung an meinen Versuch, einen außer Kontrolle geratenen Benzinkocher zu löschen… Diese Erfahrung war einiges heftiger als die Sim.

Ich will nicht sagen, dass die Sim den Brand verniedlicht, und zum Nachspielen zu Hause anregt, aber ich würde mir wünschen, im Ausgangsbereich vielleicht noch ein paar Videos zu haben, wo gezeigt wird, was REAL passieren kann.

Wie zum Beispiel dieses Video, das die Simulation wie ein Kinderspiel aussehen lässt …

Pia Piaggio in der Simulation

Computersimulationen haben schon seit vielen Jahren ihren festen Platz in den Wissenschaften. Sie ermöglichen Prognosen für allerlei zukünftige Szenarien in vielerlei Bereichen, und sei es nur die der alltäglichen Wettervorhersage.

Mit der Entwicklung und Popularisierung des Web 3D ergeben sich aufgrund der hohen Immersion, die dort erreicht werden kann, noch ganz andere Möglichkeiten für den Einsatz von Simulationen.

In diesem Zusammenhang heißen sie Digitale Lernspiele, werden aber aus marketingtechnischen Gründen auch gern Serious Games genannt – letzterer ein Begriff, der mir ein wenig unglücklich erscheint, wirkt er doch auf Unkundige eher wie ein ernstes Spiel und erzeugt unter Umständen Assoziationen an Grausamkeit und Brutalität als Spielinhalte.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein.

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Feuerwehrsimulation in Virtuellen Welten

Visenso veranstaltet heute und morgen den 4. Virtual Fires Kongress unter dem Motto Serious Gaming. Das Veranstaltungsprogramm klingt sehr vielversprechend und steht hier zum Download bereit. U.a. spricht auf der Veranstaltung Kollege Dirk Krause von Pixelpark bzw. vom Web3D-Blog über das Thema 3D-Internet, Second Life & Co.. Die Lösung von Visenso setzt u.a. auch die Videobrille Cinemizer von der Carl Zeiss AG ein, um eine hohe Immersion zu erzeugen.

Heute um 10:25 hielt Prof. Dr. Dr. Jivka Ovtcharova, LESC, von der Universität Karlsruhe folgenden Vortrag:

Vorstrukturierung komplexer Einsatzstellen per VR -Simulation: ein integriertes Prozessmodell für die Einsatzleitsysteme von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr

Über simulierte Feuerwehrübungen in Second Life berichteten wird bereits am 16. Mai 2008 im Zusammenhang der Aktivitäten der Feuerwehr Hamburg.

Die Herausforderung in diesem Kontext ist die Umsetzung komplexer Prozesse, die Abläufe in Virtuellen Welten steuern. Ideal wäre eine universale Workflowengine, um Prozessabläufe in virtuellen Welten auszuführen. Genau daran arbeiten wir bei SLTalk & Partner gerade. Für die Umsetzung zur Steuerung komplexer Prozessabläufe haben wir für das Institut für Wissensmedien das Experiment Configuration Management System, kurz ECMS, entwickelt. Das ECMS steuert u.a. komplexe Prozessabläufe für die Durchführung von Experimenten im Forschungsumfeld innerhalb virtueller Welten.

Im nächsten Schritt übertragen wir diese Technik auf beliebige Prozesse, wozu auch simulierte Feuerwehreinsätze in virtuellen Welten gehören. Ziel ist eine möglichst kostengünstige Realisierung für den Endkunden.