iPhone & co. : mit Sicherheit nur ein Telefon

Iphone 5

Kennt Ihr noch die Wählscheibe?

Also nicht das App für Euer iPhone… ich meine die mechanische Wählvorrichtung von Fernsprechgeräten, die in den meisten Fällen cremefarben, orange oder grün waren.

Unverzichtbarer Partner der Wählscheibe war das Telefonbuch, das es in den Varianten „public“ und „private“ gab, und die immer im Umkreis von ca. 40 cm zur Wählscheibe positioniert waren.

Hierbei diente „private“ allerdings eher dazu, im Sinne eines alphabetisch geordneten Taggingsystemes die Zugriffszeiten zu verkürzen. So konnte man Inhalte aus dem Publiktelefonbuch in das Private kopieren, wobei als Tags in der Regel Vor- und Nachname verwendet wurden. Aber auch „Schule“, „Schwimmbad“ oder „Arzt“ waren gängig. Aufgrund einer fehlenden Suchfunktion wurden diese Tags dann hierarchisch strukturiert. [Weiterlesen…]

TaintDroid: Mehr Sicherheit auf der Smartphone-Plattform Android

TaintDroid Sicherheits-Software für Android

Das offene Market-Konzept für Apps auf der Smartphone-Plattform Android hat zwei Seiten der Medallie! Zum einen ist es als Entwickler sehr einfach, Applikationen zu erstellen und durch das offene Marktkonzept zu distributieren bzw. zu vermarkten. Auch ein gesunder Wettbewerb zwischen den verschiedenen Applikations-Marktplätzen wirkt wahrscheinlich als Verstärker bzgl. der Verbreitung von Android-Plattformen und deren Anwendungen wirken.

Auf der anderen Seite führt das offene Konzept zu massiven Sicherheitsproblemen, die das geschlossene System [Weiterlesen…]

Second Life: Wenn Elfenbeintürme einzustürzen drohen

Einstürzende Elfenbeintürme

Der Elfenbeinturm des Protagonisten für virtuelle Welten aus San Francisco wackelt gewaltig. Das durch Twitter verbreitete Gerücht, dass Microsoft die Middleware-Plattform für kollaboratvive Welten kaufen möchte, sorgt nicht einzig für Verwirrung. Tatsächlich sägt sich Linden Lab durch die neue Preispolitik die Möglichkeiten im Bildungssektor ab. Ab 2011 müssen Non-Profit- und Fortbildungseinrichtungen den vollen Preis für Inseln zahlen. Das sind immerhin 295 US-Dollar und für kleinere Organisationen nicht mehr zu zahlen. Für den Eintritt in virtuelle Welten, sollen diese Organisationen künftig mit den leistungsschwächeren Servern starten. Etablierte Bildungseinrichtungen hingegen, die einen Server mit größter Ausbaustufe nutzen möchten, zahlen aber ab 2011 mächtig drauf.

Viele Signale weisen meiner Meinung darauf hin, das tatsächlich die Filetierung des Unternehmens vorbereitet wird [Weiterlesen…]

Hundert Prozent virtuell, Zweihundert Prozent real: Flugverbot und Vulkanasche

Die Wörter Flugverbot und Vulkanasche dominieren in den letzten Tagen die deutsche Medienlandschaft, von Print bis Online. Die Fluggesellschaften beziffern den täglichen wirtschaftlichen Schaden, die Medien berichten von einem bis zu 1. Mrd. gesamtwirtschaftlichen Schaden pro Tag. Tatsächlich gibt es keine genauen Zahlen, ebenso ist man sich nicht wirklich sicher, ob und wie hoch tatsächlich ein Risiko besteht.

Heute sollen die Flugverbote gelockert werden. Auf Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wird trotz allem von der Wirtschaft eingedrescht, obwohl das Forschungsflugzeug vom Typ Falcon 20E des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Aschewolkenstrukturen in unterschiedlichen Höhen analysiseren konnte.

Was ist wichtiger? Wirtschaft oder Sicherheit?

Beeinträchtigt sind Cargo-Transporte und Personentransporte, die sich wieder in private und geschäftsrelevante Personentransporte aufteilen. Ich frage mich, inwiefern wir die wirtschaftlichen Schäden aus der Kategorie „Geschäftsrelevante Personentransporte“ hätten kompensieren können, wenn wir innovative Kommunikationsmedien wie virtuelle dreidimensionale Räume stärker einsetzen würden?

Denn eins ist sicher, virtuelle Meetings in Second Life waren von dem Vulkanausbruch in Island nicht betroffen. Mir ist kein einziges Meeting bekannt, das wegen der Aschewolke abgesagt werden musste. Aber das geht ja nicht. Erstens ist die Bedienung einer 3D-Software komplizierter und komplexer als zu fliegen. Zweitens funktioniert das alles nicht. Drittens gibt es dort sowieso nur Pornographie.

Vielleicht, so traurig wie es klingt, brauchen wir noch mehr Ohnmachtsbeweise, um den Einsatz virtueller dreidimensional (räumlicher) Welten zu legitimieren?

Wir jedenfalls werden unseren Arbeitskreis „E-Learning in virtuellen Welten“ mit Vertretern aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft konsequent weiter durchführen. Zwar nur 100% virtuell, aber dafür 200% real!

Lehrer aller Länder… vernetzt Euch!

Es war schon ein komisches Gefühl, nach genau 18 Jahren das erste Mal meine „geliebte“ Turnhalle, die mittlerweile in eine Aula umgestaltet wurde, an der Gutenbergschule Wiesbaden zu betreten.

Anlass war ein Elternabend zum Thema „Gefahren der neuen Medien – Computer und Handy im Griff“, bei dem ich mir, ergänzend zu meiner zukunftsorientierten Tätigkeit bei Avameo, einen Überblick über das verschaffen wollte, was hier und heute die Eltern, Lehrer und Schüler bewegt.

Der Webmaster der Gutenbergschule, Herr Steppich, hat für diesen Informationsabend über 1000 Einladungen an die Eltern verschickt, ca. 30 von ihnen sind schließlich erschienen…

Wenn man davon ausgeht, dass es hier um aufgeschlossene Eltern geht, die bereit sind, sich mit neuen Medien auseinander zu setzen, war es erstaunlich anzusehen, mit welch einfachen Mitteln Herr Steppich hier für „AAH`s“ und „OOH`s“ sorgte. Leider haben die „OOH`s“ überwogen.

Für mich war es ein Ausflug auf den Boden der Realität, denn wenn wir hier von virtuellen Welten, Emergenzen, Immersion und Augmented Reality reden, neige ich dazu, zu vergessen, dass es Menschen gibt, die keine Ahnung davon haben, in welchem Umfang ihre Kinder welche Informationen der Öffentlichkeit preisgeben, ohne sich möglicher Folgen bewusst zu sein.

Herr Steppich hat viele seiner Statistiken, mit denen er die Eltern sensibilisiert hat, selbst im Netzt recherchiert, und sich dabei hauptsächlich auf Wiesbadener Schulen konzentriert. Die Maßnahmen zur Abwendung der erkannten Gefahren hat er auf seiner Seite www.medien-sicher.de für Lehrer, Eltern und Schüler zugänglich gemacht.

Ohne Zweifel wird das Thema Medienkompetenz eines der entscheidenden Themen der Zukunft werden, doch gestern musste ich mich fragen, wer das bewerkstelligen soll….

Diese Aufgabe an die Eltern zu übertragen erscheint mir genauso wenig erfolgsversprechend wie geeignet, da die wenigsten Eltern selbst über Medienkompetez verfügen. Woher sollen sie das auch? Die neuen Medien der 60-er und 70-er Jahren waren der Fernseher und der Kasettenrekorder.


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Aber für Bildung sind ja die Schulen verantwortlich. Schulen, an denen das Alter der Lehrer dem Alter der Eltern entspricht, die dementsprechend viel Ahnung von den neuen Medien haben, und die so schon kaum wissen, wie sie ihre Überstunden handhaben sollen.

Glücklicher Weise gibt es unter der Lehrerschaft aber noch ein paar Idealisten. Menschen, wie Herrn Steppich, die schon fast ehrenamtlich dafür sorgen, dass Inhalte vermittelt werden, die im normalen Unterricht noch keinen Patz gefunden haben, aber für eine zukunftsorientierte Erziehung ebenso wichtig sind, wie das kleine 1 X 1.

Solange dieses Thema aber nicht publik wird, werden sich weitere Idealisten verheizen, und nur ein kleiner Teil der künftigen Akademiker, auf deren Entwicklung unsere Regierung ja so hofft, wird die der Lage sein, die Chancen und Möglichkeiten des WEB 2.0 sinnvoll und kompetent nutzen.

Deshalb kann ich nur hoffen, dass sich Lehrer und interessierte Eltern der Stärken des WEB2.0 bewusst werden, sich vernetzten, und selbst er- und vorleben, wie eine sinnvoll genutze Community der allgemeinen Bereicherung dienen kann!