Virtuelle Menschen und Weltsimulationen

Eigentlich wollte er nur zum Spaß per Computer ein Gespräch simulieren, doch es sollte ein Meilenstein der künstlichen Intelligenz werden. Mit ELIZA schuf Joseph Weizenbaum ein Programm, welches ziemlich schnell für Furore sorgte, ein Computerprogramm das einen Psychotherapeuten ersetzen könne, so glaubten viele. Bis zu seinem Tod hielt Weizenbaum an seiner kritischen Haltung gegenüber den ambitionierten Zielen seiner Kollegen fest. Zielen, denen wir heute näher zu sein scheinen als wie vor 45 Jahren. War ELIZA noch rein Text basiert, so können wir uns heute mit „virtuellen Menschen“ unterhalten, wie hier am Beispiel von Kinect zu sehen: [Weiterlesen…]

24. AK E-Learning Trainingssimulation für Rettungskräfte

„… Trainingssimulation für Rettungskräfte der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes…“

war der genaue Titel der Veranstaltung am 12.05.2011


Trainingssimulation für Rettungskräfte

Beim 24. Arbeitskreis „E-Learning in virtuellen Welten“ hatten wir Amrei Groß von der UNI Augsburg zu Gast. Für den Studiengang Medien und Kommunikation hat sie im Rahmen einer Semesterarbeit in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Augsburg ein Übungsszenario für Rettungskräfte in Second Life erschaffen.

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Virtuelles Öl – eine Chance für die Zukunft

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das leidige Thema BP im Vuvuzelaterror untergegngen ist, oder ob ich es mittlerweile einfach wegblende, weil sich hier verschiedene negative Gefühle, gepaart mit dem Gefühl der Hilflosigkeit, langsam auf meine Toleranzgrenze zubewegen. Jedenfalls war ich überrascht, als, durch den schwarz-rot-goldenen Schleier der Kakophonie aus Alkohol, Temporärpatriotismus und Trötengetöse, plötzlich das fast schon vergessene, gelb-grüne Logo von BP hervorblitzte.

In Second Life manifestierte sich dieses Hervorblitzen in Form einer Ölbohrinsel, die selbstverständlich nicht ganz dicht ist. Der gewillte Nutzer kann nun auf Xstreet einen Stopfen kaufen, von dessen Erlös ein Teil für Aufräumarbeiten gespendet wird, und das Loch im virtuellen Boden verschließen.

Ein netter Einfall, der hier näher beschrieben wird, um eine Insel bekannt zu machen, aber keine wirklich brauchbare Simulation. Immerhin, das Thema BP und die Ölbohrung kommt wieder auf den Tisch, und erinnert uns daran, dass Fußball doch nicht alles sein kann.



Ein anderes Viedeo [Weiterlesen…]

Pia Piaggio unterwegs im Klimawandel


Pia Piaggio unterwegs im Klimawandel

Es gibt etwa eine Handvoll Locations im Second Life™, die sich mit dem Klima der Erde beschäftigen. Pia Piaggio landet heute auf einer Sim von NOAA, der National Oceanic and Atmospheric Administration in den USA.


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Sie wurde bereits im April 2006 eröffnet und gehört zur Inselgruppe Virtual Island in SciLands , die sich aus diversen Sims zum Thema Forschung und Wissenschaft zusammensetzt.


Pia Piaggio unterwegs im Klimawandel

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ITI expandiert

Da soll mal jemand behaupten, mit virtuellen Welten könne man kein Geld verdienen. Zu mindest im Simulationsbereich scheint es zu klappen, denn ITI wird den Standort Dresden ausbauen, und hat eine Tochtergesellschaft in Großbritannien gegründet.

Wir wünschen viel Erfolg und alles Gute!

Die Bildungsexpedition zu Gast bei SLTalk & Partner

Irgendwie haftete etwas Verwegenes an Ihnen. Abgenutzte Kleidung, wilde Haare, und in den Gesichtern spiegelten sich die Strapazen der vergangenen Tage.

Und doch noch so selbstlos, dass die erste Frage nicht etwa nach dem eigenen körperlichen Wohl zielte, sondern nach der Versorgung ihrer Technik mit Energie. „Wo habt ihr denn mal Steckdosen?“

Dann kamen auch schon Laptops, Kameras, Fotoapparate, Netbooks und endlos viele Kabel zum Vorschein.

Kurzfristig fühlte ich mich, wie in einem bolivianischen Guerilla-Lager, und mein Gefühl sollte mich nicht täuschen…

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Pia Piaggio in der factory of e-motion

Die Szenerie rund ums Web 3D ist derzeit ein wenig so, wie im Schwimmbad oder am Strand. Da dümpelt ein großes Wasser vor sich hin und manche stürzen sich ohne zu zögern in die vielversprechenden Fluten, andere vollziehen einen ausgiebigen Akklimatisierungsprozess und lassen sich langsam hineingleiten, einige stehen ratlos am Rand, strecken nach einigem hin und her mal ihren Fuß hinein oder lassen die Beine darin baumeln und wieder andere betrachten das Treiben verstohlen aus der Ferne.

Mit Köpper rein

Einige Beachtung wurde im Juli einem gern gesehenen Badegast im Second Life geschenkt. Keine mindere Institution als die Fraunhofer Gesellschaft stürzte sich mit lautem Platsch in den Community-Trubel. Immerhin zählt Fraunhofer gut 13.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und ist die größte Gesellschaft für angewandte Forschung in Europa. Es setzt sich aus fast 60 Instituten zusammen, denen jährlich ein Budget von circa 1,7 Milliarden für ihre Arbeit zur Verfügung steht. Da kann man schon was mit machen.

Wellen machen

Das dachte sich auch das Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, kurz IPA, in Stuttgart und zwackte einen Teil der zur Verfügung stehenden Gelder für ein zweites Leben ( lol ) ab. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des IPA wurde im Juli die factory of e-motion auf der hauseigenen Sim im Second Life eröffnet. Der Name ist ein schönes Wortspiel: Es geht um Begeisterung und um die elektronischen Medien, die benutzt werden, um die Dinge in Bewegung zu bringen. Verantwortlich für das virtuelle Projekt zeichnet sich der Diplom Ingenieur Stefan Seitz, der im Second Life „…..ein hervorragendes Medium, um unsere Arbeit der Öffentlichkeit darzustellen….“ sieht.

Tief tauchen

Was es da zu sehen gibt, ist derzeit wohl einzigartig und aus programmiertechnischer Sicht phänomenal. „ Die Herausforderung lag vor allem darin, die Steuerungslogik für die Produktion abzubilden – also dem System beizubringen, ein Bauteil auf Maschine A zu produzieren, zu Maschine B zu transportieren und dort zu montieren. Die Plattform Second Life bietet dafür bisher keine Unterstützung“, erklärt Stefan Seitz, der im IPA auf Logistik spezialisiert ist. Was das konkret bedeutet, soll Pia Piaggio entdecken und ist heute mit seinem aka LeanAce Noel verabredet, um sich das Fabrikgeschehen näher erläutern zu lassen.

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Ballooning – Der ruhige Weg durch die Sims

Samstagmorgen, 08:00 Uhr, das Tweetdeck zwitscherte nur verhalten, das Wetter war ganz im Sinne der 1.0 Sozialisation bedeckt und undurchsichtig. Wie gerne wär´ ich irgendwo am Strand, mit Sonne etwas Wassersport und…

Genau in dem Moment fiel mir ein, dass mir auf dem SL Community Meeting jemand etwas davon erzählt hat, dass am Wochenende immer irgendwo eine Segelregatta in SL stattfindet. Da ich, durch den Küchenbrand angeregt, mich eh gerade für Simulationen interessiere, war es eine gute Gelegenheit, mir das mal anzusehen.

Über meinen Kontakt Karsten Runningbear in SL bin ich in die Gruppe FIZZ FANATICS gekommen, die regelmäßig Termine und Updates im Bereich Segeln bekannt gibt, und die wiederum verwies auf die Insel Hollywood. Da war ich nun in Hollywood, und das schräge Licht der virtuellen Morgensonne fiel auch tatsächlich auf den ersten Rennhinweis. Aber bis dahin waren es noch 30 Stunden hin.

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Das Fraunhofer Institut öffnet die Pforten in SL

Namensgeber für die Fraunhofer-Gesellschaft war Joseph von Fraunhofer (1787–1826). Dessen hervorragende Leistung bestand in der Verbindung von exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischer Anwendung für neue, innovative Produkte.

findet man bei Wikipedia zum Thema Fraunhofer Gesellschaft.

„Schön,“ dachte ich mir, „und was geanau kann ich mir darunter vorstellen?“

Seit kurzem beantwortet eine Insel in Second Life die Frage nach dieser abstrakten Aussage, und es hat mir fast die Sprache verschlagen!

Zum Glück nur fast, sonst hätte ich nicht einen virtuellen Roboter per Voice über das Telefon steuern können!

Ja, richtig gelesen! Roboter anklicken, Telefon nehmen, Nummer wählen und Befehle erteilen :-D

Von der Benutzerfreundlichkeit der Spracherkennung können sich im Übrigen sämtliche Robohotlineanbieter ne dicke Scheibe abschneiden!

Neben zahlreichen technischen Raffinessen gibt es hier innovative und sehr liebevoll gestaltete Visualisierungen von Prozessen, und irgendwie kommt mir der alte Begriff „Made in Germany“ wieder als Gütesiegel in den Kopf.

Wie war das noch gleich? „Exakte wissenschaftliche Arbeit, deren praktische Anwendung für innovative Produkte“ …ich finde, das ist hier 1:1 umgesetzt worden!

Pia Piaggio in der Simulation

Computersimulationen haben schon seit vielen Jahren ihren festen Platz in den Wissenschaften. Sie ermöglichen Prognosen für allerlei zukünftige Szenarien in vielerlei Bereichen, und sei es nur die der alltäglichen Wettervorhersage.

Mit der Entwicklung und Popularisierung des Web 3D ergeben sich aufgrund der hohen Immersion, die dort erreicht werden kann, noch ganz andere Möglichkeiten für den Einsatz von Simulationen.

In diesem Zusammenhang heißen sie Digitale Lernspiele, werden aber aus marketingtechnischen Gründen auch gern Serious Games genannt – letzterer ein Begriff, der mir ein wenig unglücklich erscheint, wirkt er doch auf Unkundige eher wie ein ernstes Spiel und erzeugt unter Umständen Assoziationen an Grausamkeit und Brutalität als Spielinhalte.

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