Pia Piaggio auf der Modemesse

So langsam bekomme ich es auf die Reihe mit meinem Zweitleben. Pia avatiert endlich reibungslos. Sie geht, fliegt und teleportiert sich durch das Second Life, sucht und findet mühelos Orte und Veranstaltungen, die mich interessieren oder von denen ich einfach nur höre. Genauer gesagt lese ich darüber. Pflichtlektüre ist da unter anderem das kostenlose Magazin TOUCH, das regelmäßig Inworld berichtet und alle Rubriken einer ordentlichen Lifestyle-Zeitschrift abarbeitet. Ebenfalls die Foren Toolbar Info, Second Life® Info, Pedro Meya Marty, der Multimediablog oder German SL Style sind wahre Fundgruben für Infos rund ums Leben im Grid, wobei diese Nennungen beispielhaft für zahlreiche interessante Foren stehen.

Mir macht mein Zweitleben immer mehr Spaß. Die Liste der Locations und Events, die Pia Piaggio besuchen soll, wird immer länger. Ganz oben stehen diverse Museen, gefolgt von einigen Künstlervierteln und gespickt mit festen Dates aus den Bereichen Bildung und Kultur. Mit jedem Einloggen wird diese Liste automatisch länger, weil ich an jedem Ort Verweise auf weitere Locations finde, die das jeweilige Thema ergänzen, vertiefen oder ausweiten. Welch gigantisches Grid!

Um jeglichen unerwünschten Effekten von Immersion entgegen zu steuern habe ich mir relativ feste Zweitlebenszeiten eingerichtet. Dienstags ist ganz klar mein Highscore-Second-Life-Tag, an dem ich von morgens bis abends Zeit dafür habe. Die restlichen Wochentage sind von lauter Haupt-, Neben- und Freizeitpflichten durchsetzt und werfen höchstens mal ein Stündchen für Pia Piaggio ab. Samstags und Sonntags ist SL-Verbot auf der Finca. Sonst würde ich wohl meine Beziehung und Freundschaften im Erstleben aufs Spiel setzen. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein wichtiges Event ansteht. Basta. So sieht es aus für Pia Piaggios Aktivitäten.

Apropos Spiel: Da hat doch die Zeitung CHIP das Second Life® endlich Anfang April in ihre Downloads aufgenommen und sortiert es dann auch noch ein in die Kategorie „PC-Spiele“. Ein Stöhnen ging an jenem Tag durchs Grid, aber es hat wohl kaum jemand gehört. Sonst hätte es doch sicherlich eine Art Anti-CHIP-Magazin-Inworld-Demo gegeben, weil deren Redaktion noch immer nicht begriffen hat, was das virtuelle Leben außer dem Spielen sonst noch alles anbietet. Oder habe ich etwa nicht begriffen, dass es doch nur ein Spiel ist?

Offen gestanden verwirrt mich diese virtuelle Welt manchmal ganz schön. Ich sitze hier auf meiner Finca und haue mir das Web.3D in all seinen Finessen, Tücken und Herausforderungen um die Ohren. Um einen ganz realen Standpunkt zu dieser virtuosen Virtualität zu finden hilft oft nur ein ausgedehnter Spaziergang mit den Hunden.

Hunde

Diese zwei Schätzchen holen mich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück. Wir tapern über die Haine, kraxeln in tiefe Schluchten und kämpfen uns durch dicht zugewucherte Wälder. Das macht den Kopf frei, den Rücken locker und meist sehe ich die Dinge nach so einer Hunderunde glasklar.

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Pia Piaggio back to the roots

Wochenlang habe ich mich exzessiv mit meinem neuen Hightech-Equipment und den enormen Möglichkeiten des Onlineseins beschäftigt, und mein Büro so gesehen nur im Notfall verlassen.

Derweil haben die Olivenbäume kräftige Sockelsprosse aus ihrem Stamm herausgeschossen, die dringend entfernt werden müssen. Die Spuren des letzten Regens vor dem Sommer hat die strahlende Sonne schon weggetrocknet und nun gibt es hier normalerweise bis Oktober nur noch eine Wetterlage: Hitze und krustenharte Trockenheit. Das gefällt den Olivenbäumen zwar sehr, aber trotzdem brauchen sie alle Kraft für das Reifen ihrer Früchte, die schon in unzähligen Kügelchen die Baumkronen schmücken.

Olivenhain
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