“Write Once, run anywhere” nun auch für Smartphones

mit diesem Satz läutete Sun in den 90ern eine neue Ära ein und krempelte anschließend den kompletten Middleware-Markt mit der J2EE-Technologie um. Java als unabhängige Sprache sollte auf jedem System laufen, sodaß man die Software nur einmal schreiben muss und sie anschließend auf jeder Hardware und jedem Betriebssystem ausführen kann.

Da solche Technologien den Kunden technisch unabhängig von einer Plattform machen, ist dies natürlich nicht im Sinne des jeweiligen Produktherstellers. Es ist ein ständiger Kampf um Standards und um zu erhaltende Reviere. Sun jedenfalls hat es damals geschafft, den Kunden ein Stück mehr Freiheit zu geben bzw. zu verkaufen. Ausnahmslos alle tanzten mit, von IBM über SAP bis zu Oracle. Umso fraglicher, dass die Java-Technologie nun in den Händen von Oracle ist.

In meinem Artikel, in dem ich die Frage stellte, ob Phil Rosedale (Linden Lab, Second Life) in die geschichtlichen Stapfen von Steve Jobs tritt, ging es mir um die Wiederholung von Geschichte.

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Die Zeit-Online: Als Avatar im Seminar

Einen netten Artikel ober das Lehren in virtuellen Welten habe ich heute in der Zeit-Online gelesen. Ein kurzer Bericht, wie sich, zusätzlich zu den weltweiten RL-Videovorlesungen, Studenten im virtuellen Raum treffen, um gemeinsam an praktischen Übungen und Projektarbeiten zu arbeiten.

Grundsätzlich ein sehr schöner Artikel, der auch die Erfahrungssammlung der Dozenten und die Hinterfragung der Themen einbezieht, für die virtuelle Welten einen Vorteil bieten können.

Auch die Problematik der kommerziellen Welten wie Secondlife im Vergleich zu den opensource-basierte Lösungen wie Project Wonderland oder OpenSim wird hingewiesen.

Nur wird der Text inhaltlich an dieser Stelle etwas holprig.

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Virtual World Roadmap Survey

Michael Schumann von Second Commerce lädt am kommenden Freitag, den 16.10.2009 von 21:00 Uhr bis 22:30 Uhr zum Event „Virtual World Roadmap Survey“ ein. Das Event findet in Second Life auf der SIM von Second Commerce statt. Die Anmeldung geschieht über XING über diesen Link.

Mit dabei sind hochkarätige Experten wie Robert Cohen von der Cohen Communications Group und Michael Gialis von Sun Microsystems.

Bachelor-Arbeit in Project Wonderland

armselig distanziert sich das DFG Forschungszentrum MATHEON Mathematik für Schlüsseltechnologien in einer Pressemtteilung vom 18.08.2008:

Der Wirbel um virtuelle Welten wie dem erfolgreichen „Second Life“ hat sich mittlerweile gelegt – von Avataren und ihrem fiktiven Leben wird kaum noch berichtet. Jenseits von Show, Sex und Spielen leben sie aber in der Wissenschaft weiter. In vielen Bereichen wird getestet, wie sich virtuelle Welten nutzen lassen.

Ganz offensichtlich hat man das Thema nicht wirklich verstanden. Das ist sehr schade, denn immerhin hat das Zentrum eine Bachelor Arbeit zum Thema „Einsatz virtueller Welten“ hervorgebracht. Aus der Bachelor-Arbeit offenbaren sich atemberaubende Erkenntnisse, dass sich virtuelle Welten für die Visualisierung von Molekularmodellen eignet, sogar die Animation mittels einer Trajektorie.


Anstatt sich künstlich von Second Life zu distanzieren, um über das Schlüsselwort Second Life vielleicht noch etwas vom PR-Krümel zu erhaschen, hätte die Texterin vielleicht doch eher den wirklichen Mehrwert herausstellen sollen. Nämlich nicht den Mehrwert der reinen Visualisierung, sondern der dreidimensionalen Visualisierung unter dem Aspekt der kollaborativen Zusammenarbeit in einem gemeinsam geteilten virtuellen Raum, der über das Internet vernetzt ist und die physische Präsenz einer Person teilweise ersetzt.

Allerdings war da auch noch das Schlüsselwort SEX in der Pressemitteilung, was noch mehr Aufmerksamkeit erhascht :-). Das kann ich auch: Sex, XXX, Porn, free, …. Ätsch !