Topftäglich 26 Themenkomplex Second Life

Hier der aktuelle Topfcast Nr. 26. Es geht um Relay for Life, Microsoft und was Linden Lab wohl macht wenn OpenSim sich ausbreitet.


Pia Piaggios SL 5B-Nachruf

Pia Piaggio hat sich in den Kopf gesetzt, in letzter Minute die 5.Geburtstagsfeier ihres Metaversums zu besuchen. SL 5B ist das Schlagwort für eine Ausstellung und Veranstaltungsreihe, welche die Residents seit dem 23. Juni, dem offiziellen Geburtstag des SL, zwei Wochen lang in Atem hielt.

Wir verstricken uns in eine Diskussion. Ich gebe zu bedenken, es sei nicht gerade interessant, über eine Sache zu berichten, die am 7. Juli schlichtweg vom Server verschwindet. Nicht einmal eine Slurl würde sie in ihrem Text angeben können. Aber Pia bleibt beharrlich. „Die SL 5B muss man einfach gesehen haben. Lieber spät, als nie! Und ich kann ja auch so eine Art Nachruf schreiben. Bei so einem gewaltigen Fest macht das noch nachträglich Ehre“, erwidert sie absolut überzeugt von ihrem Unterfangen.

Nun gut. Vielleicht hat sie ja recht. Immerhin zeigten dort über 600 Aussteller, verteilt auf 20 Sims, was die virtuelle Welt ihren Benutzern derzeit so anbietet. Die Ausstellungsfläche entspricht übrigens der Gesamtgröße des Second Lifes, als es vor fünf Jahren startete.

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Was bewegt die Nutzer wirklich?

Ich muss gestehen, dass ich nicht besonders überzeugt bin von trivialisierten Umfragen in denen die Teilnehmer anhand einer simplen Matrix Ihre Kreuzchen machen. Zugegeben, dies ist eine sehr kostensparende Möglichkeit sich einen groben Eindruck über die Zielgruppe zu verschaffen. Mehr aber aus meiner Sicht auch nicht. Qualitativ Hochwertige Methoden wie beispielsweise von Nextpractice entwickelt, scheinen mir doch Aussagekräftiger zu sein.

In der Abhandlung Wie virtuelle Welten wirken im Kapitel Problemaufriss schreibt dazu Prof. Dr. Jürgen Fritz:

Das Problem der Medienwirkungsforschung betrifft auch Forschungsbemühungen, die darauf gerichtet sind, die Wirkungen virtueller Welten zu erfassen. Mit Hilfe von Experimenten, speziellen Felduntersuchungen und Befragungen versucht man, Antworten auf die Frage zu finden, ob von Computerspielen problematische Wirkungen ausgehen können.

Die engen Fragestellungen der Untersuchungen, Unterschiede in den Forschungsmethoden und uneinheitlich benutzte Begriffe lassen es kaum zu, die deutlich divergierenden Ergebnisse angemessen miteinander zu vergleichen. Wie schon bei der Medienwirkungsforschung lassen sich eindeutige und in sich konsistente Ergebnisse kaum gewinnen. Auch hier gilt, dass sich das komplexe Bedingungsgefüge der Wechselwirkungsprozesse zwischen Computerspiel und Spieler durch die praktizierten Formen der empirischen Untersuchungen und die damit verbundenen sehr engen Fragestellungen nicht angemessen erfassen lässt.

Einen Interessanten Ansatz findet man auch bei Macromedia Fachhochschule der Medien.

In einer Pressemitteilung mit dem Titel Erlebnisforschung: Neue Instrumente an der Macromedia FH entwickelt liest man auszugsweise:

Unter Erlebniswelten versteht man verschiedenste Stätten, an denen das Erleben im Mittelpunkt steht. Dazu gehören Markenwelten, aber auch Transport-, Medien- und Arbeitswelten, wie Bahnhöfe, virtuelle Umgebungen oder Bürogebäude. „Markenwelten funktionieren nur mit großem Budget. Daher ist es verwunderlich“, gibt Ellert zu Bedenken: „dass die Wirkung bisher kaum kontrolliert wird.

Pogo 3D von AT&T

Wem geht es in der Informationsflut nicht auch so: Tausende von Fenster sind geöffnet, RSS-Feed-Reader, Twitter, SixGroups, MySpace, Facebook, XING, Wer-Kennt-Wen.de, Skype, ICQ, MSN, LinkedIn, Second Life und Co.

In jedem Browser, natürlich hat man den IE und mindestens noch den Firefox auf, sind zu allem Übel noch 10-20 Tabs geöffnet …. Informationen über Informationen.

Lösungen für Probleme in einer Dimension n kann man oft gut lösen, wenn man den Lösungsweg in einer Dimension n+1 sucht.

Ich behaupte: Das heutige „Informationsoverflow-Desktop-Dilemma“ hat u.a. damit zu tun, dass wir die Metainformationen zur Strukturierung von Informationen bisher nur zweidimensional abgebilden. Wir sind auf dem klassichen Desktop gewöhnt, unsere informationen zweidimensional zu strukturieren. Dies wird allerdings zum Problem, wenn die Informationsmengen zunehmend steigen, die man (a) zu verarbeiten hat und in den man sich (b) bewegen können sollte.


Das Einführen einer weiteren Dimension (Lösungsweg in einer Dimension +1 zu der Dimension in der das Problem liegt) kann helfen. Apple hat solche Ansätze im Betriebsystem schön längst, Windows Vista versucht dies ebenfalls mit der Windows+Tab-Tastenkombination.

AT&T bringt nun einen neuen Browser heraus und positioniert sich damit im Browsermarkt neben dem Internet-Explorer und Firefox. Das Produkt heist Pogo 3D

Mir haben bisher die Ansätze wie in Vista oder auf dem Apple wenig geholfen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, im virtuellen dreidimensionalen Raum wie Second Life mehrere Browserfenster mit jeweils unterschiedlichen Inhalten anzuordnen. Das müsste ja gehen, sobald der normale 2D-Browser für HTML over HTTP voll integriert ist. Linden Lab arbeitet ja daran. Ich stelle mir einen Raum, ein Büro in Second Life vor, in dem ich dreidimensional navigiere und dann – auf Bedarf auf 2D umschalte. So könnte ich mir durch eine weitere Orientierungshilfe, wie beispielsweise „oben-rechts“ merken: Dort sind die Browser mit den Inhalten zu den Themen Social Networking, in der Mitte im Raum Suchergebnisse a la Google und unten links vielleicht meine E-Mail-relevanten Informationen. Ich operiere dann also nicht mehr mittles eines klassischen Betriebsystems, sondern in ein Betriebssystem-Raum, einen Maschinenraum sozusagen :-) Jaja, das wird kommen, sagt Onkel Orakel Patrick Wunderland ….

Pia Piaggio macht Urlaub

Es ist mal wieder so weit. In wenigen Tagen mache ich mich per Flieger auf in meine deutsche Heimat Mettmann.

Auf einige Sachen freue ich mich. Ich liebe lange Spaziergänge im urigen Neandertal und ein kühles Alster in einem der versteckten Gasthäuser, die bei Regenwetter ans Wirtshaus im Spessart erinnern. Ich freue mich auf das köstliche Eis vom Paciello, der mir schon die Eistüte gereicht hat, als ich gerade mal über die Ladentheke spähen konnte. Und – ich gebe es ja zu – das Wasser läuft mir im Munde zusammen, wenn ich an das, im Prinzip, sehr ordinäre Schaschlik vom Sabljac denke, der nach einhelliger Meinung ein echtes Geheimnis für sein Rezept haben muss.

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Grundwissen Ethik – Praktische Philosophie

grundwissen_ethikDass das Thema „Second Life“ ziemlich Facettenreich ist, dämmert ja so langsam bei einigen. Heute lese ich bei bildungsklick.de zu dem Buch „Grundwissen Ethik/Praktische Philosophie“ aus dem Klett Verlag:

Im neuen Band „Grundwissen Ethik/Praktische Philosophie“ aus dem Ernst Klett Verlag hat das Autorenteam um Peter Kriesel alle zentralen Themen des Ethikunterrichts dargestellt. In 16 Kapiteln geht es unter anderem um Familie und Kommunikation, um Freiheit und Gerechtigkeit. Neben der Klärung relevanter Begrifflichkeiten von Völkerrecht bis Werteverfall finden auch aktuelle Themen wie die Diskussion um Second Life Beachtung.

Michelin prüft Second Life als E-Learning-Plattform

Soeben wurde ich von Dirk auf folgenden Artikel hingewiesen.

Michelin prüft Second Life® als E-Learning-Plattform für hoch anspruchsvolle Inhalte. Hierbei geht es um die Ausbildung von IT-Professionals und Themen wie IT-Infrastrukturen und Architekturen:

Trainees participate in both traditional presentation-style learning and interactive hands-on exercises. While it’s still early, so far all signs point to success. Early participants in the program have shown that it doesn’t take long to learn to use the environment, visualizing complex concepts makes them easier to understand, and the immersive experience helps increase their engagement in the learning process.

ARTE Themenabend Verspielte Kindheit – Im Sog virtueller Welten

Heute Abend, 03. Juni 08 ist bei Arte Themenabend der da lautet: Verspielte Kindheit – Im Sog virtueller Welten.

Dass Kinder und Jugendliche den Umgang mit Computern und neuen Medien für ihre Zukunft erlernen müssen, ist inzwischen unbestritten. Doch das Eintauchen in virtuelle Welten kann auch zu Problemen führen. Der Themenabend klärt, warum immer mehr Kinder die Welt dieser Spiele der Realität vorziehen und welche Folgen ein exzessiver Gebrauch der neuen Medien für Körper und Psyche von Kindern und Jugendlichen hat.

Die zwei Dokumentationen sind nach der Ausstrahlung bis zum 10. Juni bei ARTE+7 Online zu sehen.

Pia Piaggio back to the roots

Wochenlang habe ich mich exzessiv mit meinem neuen Hightech-Equipment und den enormen Möglichkeiten des Onlineseins beschäftigt, und mein Büro so gesehen nur im Notfall verlassen.

Derweil haben die Olivenbäume kräftige Sockelsprosse aus ihrem Stamm herausgeschossen, die dringend entfernt werden müssen. Die Spuren des letzten Regens vor dem Sommer hat die strahlende Sonne schon weggetrocknet und nun gibt es hier normalerweise bis Oktober nur noch eine Wetterlage: Hitze und krustenharte Trockenheit. Das gefällt den Olivenbäumen zwar sehr, aber trotzdem brauchen sie alle Kraft für das Reifen ihrer Früchte, die schon in unzähligen Kügelchen die Baumkronen schmücken.

Olivenhain
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Die Themen der 59. Sendung von LIFE 4-U

HEXENJAGD UND HOCHKULTUR!

Verkehrte Welt? Ausgerechnet ein US-Kongressabgeordneter hat Second Life® als den „Niedergang der Kultur“ bezeichnet – und fast zeitgleich hat die ehrwürdige Bayerische Staatsbibliothek Ihr SL-Represäntanz eröffnet!

VON DER UNTERWELT INS PARADIES!

100 Künstler haben zur größten Kunstausstellung aller Zeiten im SL beigetragen – Wir zeigen Ihnen, was sie zustande gebracht haben!

EIN UNIVERSUM VOLLER UNIVERSEN!

LIFE 4-U will ein Magazin für ALLE virtuellen Welten werden! In dieser Woche stellen wir Ihnen die faszinierende Welt „Entropia Universe“ vor! Was ist anders, was ist ähnlich wie im SL?