CAVE – Miele spart Kosten bei der Produktentwicklung durch virtuelle Welt

Das deutsche Traditionsunternehmen Miele geht neue Wege in der Produktentwicklung. Wie ich heute in einer Pressemitteilung gelesen habe, lautet das Zauberwort CAVE. Und da ich ja ein Freund von Schlüsselwörtern bin (auch im Hinblick aufs Taggen und dem semantischen Web) ging ich einmal dem Begriff CAVE weiter nach.


Aus der Bildbeschreibung von Miele: „Miele setzt bei der Produktentwicklung auf die CAVE (Computer Aided Virtual Environment). Die spezielle Projektionstechnik erzeugt eine dreidimensionale, virtuelle Realität, mit der Produktentwickler interagieren können. Der Entwicklungsprozess wird im Werk in Gütersloh damit erheblich beschleunigt.“

In der Pressemitteilung von Miele steht: „CAVE ist die Abkürzung für „Computer Aided Virtual Environment““. Hm, Wikipedia sagt aber CAVE = Cave Automatic Virtual Environment und ZDNet meint CAVE = Computer Automatic Virtual Environment. Am sinnigsten finde ich die Definition von ZDNet. Na gut, gemeint ist wohl jedesmal das selbe.

Aber ich konnte es nicht lassen und schrieb kurzerhand die Pressestelle von Miele an und, was soll ich sagen, erstaunlicher weise bekam ich innerhalb einer Stunde ausführlich Antwort. [Weiterlesen…]

House of Research legt Grundlagenstudie zu virtuellen Welten am Beispiel Second Life vor


Das zweite Leben auf dem zweiten Blick

Das Berliner Medienforschungsinstitut House of Research legt Ergebnisse einer Grundlagenstudie zu synthetischen Welten vor.

++ Fachartikel in Media Perspektiven erschienen
++ Präsentation auf dem medienforum.nrw am 11.06.2008

Vor gut einem Jahr hochgejubelt, dann ebenso abrupt fallen gelassen: am Beispiel von Second Life® lässt sich gut nachzeichnen, wie Hypes funktionieren. Oft weder im Auf- noch im Abschwung substantiell begründbar.

Der Medien-Hype basierte im Wesentlichen auf der expotenziell gewachsenen Zahl von Registrierungen, die allerdings wenig über die Zahl der tatsächlich aktiven Nutzer aussagt. Viele Unternehmen zog es 2007 ins Second Life, um dort nach neuen Marketing- und Vertriebskanälen zu suchen – oft allerdings mit Konzepten, die auf die Interessen und Motive der virtuellen Bewohner, auf die Logik des Systems, wenig bis keine Rücksicht nahmen. [Weiterlesen…]

Deutschland orientiert sich im 3D-Internet und E-Learning

Nach dem Hype und Anti-Hype um Second Life® im letzten Jahr sind die Projektverantwortlichen im Zukunftsbereich 3D-Internet vorsichtig geworden. Längst hat man erkannt, dass schnelle Erfolge ohne viel Aufwand hier nicht zu erwarten sind. Dementsprechend betonen die meisten Projektleiter auch den Evaluationscharacter Ihrer Bemühungen.

Trotz aller Spannungen und Widerstände beschäftigen sich aber auch in Deutschland immer mehr renommierte Bildungseinrichtungen mit dem Thema E-Learning mittels virtuellen Welten. Dass die Wahl der Plattform meist Second Life® ist, liegt wohl an den Möglichkeiten welche momentan woanders so nicht zu finden sind.

An dieser Stelle möchte ich einige Quellen anführen, die einen Einblick in interessante Aktivitäten auf diesem Sektor geben:

Im Bildungstalk des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität nahmen Ralph Müller (wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Megadigitale sowie im Kompetenzzentrum für Neue Medien in der Lehre der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main), Bernd Schmitz (Dozent für Multimedia an der der Rheinischen Fachhochschule Köln), Matthias Rückel (E-Learning Spezialisten und Second-Life Akteur) und Sarah Voß (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grafische Datenverarbeitung des Instituts für Informatik) Stellung zum Thema “Bildung im Second Life“?. Hier der Podcast:

Einen Mitschnitt der Metaverse08 zum Thema „Bildung in virtuellen Welten“ hat Christian Scholz (MrTopf) auf seinem Blog veröffentlicht. Anwesend waren Markus Bokowsky (Geschäftsführer, Bokowsky + Laymann GmbH), Jean Miller (Head of German Market Development, Linden Lab), Dr. Torsten Reiners (Second Life® Koordinator, Universität Hamburg und Dr. Klaus Ceynowa (Stellvertreter des Generaldirektors, Bayerische Staatsbibliothek). Den Podcast hier als Download.

Die Universität Bielefeld ist mit dem Projekt E-Learning 3D die Plattform Second Life® am evaluieren. Hier zwei aktuelle Videos:

Pia Piaggio auf der Modemesse

So langsam bekomme ich es auf die Reihe mit meinem Zweitleben. Pia avatiert endlich reibungslos. Sie geht, fliegt und teleportiert sich durch das Second Life, sucht und findet mühelos Orte und Veranstaltungen, die mich interessieren oder von denen ich einfach nur höre. Genauer gesagt lese ich darüber. Pflichtlektüre ist da unter anderem das kostenlose Magazin TOUCH, das regelmäßig Inworld berichtet und alle Rubriken einer ordentlichen Lifestyle-Zeitschrift abarbeitet. Ebenfalls die Foren Toolbar Info, Second Life® Info, Pedro Meya Marty, der Multimediablog oder German SL Style sind wahre Fundgruben für Infos rund ums Leben im Grid, wobei diese Nennungen beispielhaft für zahlreiche interessante Foren stehen.

Mir macht mein Zweitleben immer mehr Spaß. Die Liste der Locations und Events, die Pia Piaggio besuchen soll, wird immer länger. Ganz oben stehen diverse Museen, gefolgt von einigen Künstlervierteln und gespickt mit festen Dates aus den Bereichen Bildung und Kultur. Mit jedem Einloggen wird diese Liste automatisch länger, weil ich an jedem Ort Verweise auf weitere Locations finde, die das jeweilige Thema ergänzen, vertiefen oder ausweiten. Welch gigantisches Grid!

Um jeglichen unerwünschten Effekten von Immersion entgegen zu steuern habe ich mir relativ feste Zweitlebenszeiten eingerichtet. Dienstags ist ganz klar mein Highscore-Second-Life-Tag, an dem ich von morgens bis abends Zeit dafür habe. Die restlichen Wochentage sind von lauter Haupt-, Neben- und Freizeitpflichten durchsetzt und werfen höchstens mal ein Stündchen für Pia Piaggio ab. Samstags und Sonntags ist SL-Verbot auf der Finca. Sonst würde ich wohl meine Beziehung und Freundschaften im Erstleben aufs Spiel setzen. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein wichtiges Event ansteht. Basta. So sieht es aus für Pia Piaggios Aktivitäten.

Apropos Spiel: Da hat doch die Zeitung CHIP das Second Life® endlich Anfang April in ihre Downloads aufgenommen und sortiert es dann auch noch ein in die Kategorie „PC-Spiele“. Ein Stöhnen ging an jenem Tag durchs Grid, aber es hat wohl kaum jemand gehört. Sonst hätte es doch sicherlich eine Art Anti-CHIP-Magazin-Inworld-Demo gegeben, weil deren Redaktion noch immer nicht begriffen hat, was das virtuelle Leben außer dem Spielen sonst noch alles anbietet. Oder habe ich etwa nicht begriffen, dass es doch nur ein Spiel ist?

Offen gestanden verwirrt mich diese virtuelle Welt manchmal ganz schön. Ich sitze hier auf meiner Finca und haue mir das Web.3D in all seinen Finessen, Tücken und Herausforderungen um die Ohren. Um einen ganz realen Standpunkt zu dieser virtuosen Virtualität zu finden hilft oft nur ein ausgedehnter Spaziergang mit den Hunden.

Hunde

Diese zwei Schätzchen holen mich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück. Wir tapern über die Haine, kraxeln in tiefe Schluchten und kämpfen uns durch dicht zugewucherte Wälder. Das macht den Kopf frei, den Rücken locker und meist sehe ich die Dinge nach so einer Hunderunde glasklar.

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Elektronisches Surfbrett für virtuelle Welten

Matthieu Deru und Simon Bergweiler vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz zeigen hier Ihre Entwicklungsarbeit im Bereich Controller anhand eines Wii Balance Board. Geeignet auch für Second Life® Surf-Meisterschaften

ABN AMRO mit Telepräsenztechnologie

Die niederländische Bank ABN AMRO setzt als erste Bank eine Telepräsenztechnologie von Sony ein. Dabei handelt es sich um eine Art Viedokonferenztechnik mit „speziellen 3D-Effekten“ und der Möglichkeit, dass sich Gesprächspartner direkt in die Augen schauen können.

Sicherlich wird über die Augen ein höherer Grad an Immersion erzeugt, allerdings fehlt hier der gemeinsam geteilte virtuelle Raum, in dem man gemeinsam handeln kann. Diesen Aspekt virtueller 3D-Welten halte ich für einen entscheidenen Erfolgsfaktor für das 3D-Internet. Das „Teil-der-Welt“-System meines WIKT Metamodells beinhaltet diesen Aspekt.

DNP, der Louvre und metaio wagen einen Blick ins Museum der Zukunft

München / Tokio, 20. Mai 2008 – wie eine völlig neue Technologie museumsreif wird, davon können sich seit kurzem die Besucher des „DNP-Louvre Museum Lab“ (http://www.museumlab.jp/english/) in Tokio überzeugen. Auf einem Ultramobile PC, der mit der Augmented Reality Software von metaio bespielt wird, verschmilzt die reale Museumswelt mit der virtuellen Welt: 3D Informationen werden in Echtzeit im realen Kontext angezeigt und die Besucher durch die Räumlichkeiten und Jahrhunderte geführt. Das gemeinsame Museumslabor der Pariser Louvre-Gesellschaft und des Print-Konzerns DNP steht für völlig neue Wege in der musealen Konzeption. Im Zentrum stehen dabei innovative Informationstechnologien.

Die Ausstellung über frühe islamische Keramiken macht mittels Augmented Reality den Ausflug in die Vergangenheit zu einer Reise in die Zukunft. Im Kern geht es bei dem Projekt um die Bereitstellung von 3D-Informationen zu den einzelnen Exponaten innerhalb des realen Raums des Museums in Echtzeit über Ultra Mobile PCs, die mit einer Kamera ausgestattet sind.

Die Besucher durchlaufen dabei verschiedene Stationen bei denen 3D-Informationen zu den jeweiligen Kunstschätzen bereit gestellt werden. Angefangen bei einem interaktiven Wegweiser, der die Gäste begrüßt und in das Ausstellungskonzept einführt. An jeder weiteren Station erhalten die Besucher über interaktive Plakate Animationen und Zusatzinformationen über die jeweiligen Exponate. Desweiteren ist eine Routing-Funktion integriert, die den Besuchern von Station zu Station führt. Ein animierter Ballon, in dem der virtuelle „Hubert Robert“ bei Zeiten Platz nimmt (siehe Foto), weist den Weg.

Das Highlight der Ausstellung befindet sich im „Presentation Room“. Bei diesem Exponat werden die virtuellen Informationen direkt am Objekt überlagert dargestellt. Beispielsweise kann man so eine bruchstückhaft erhaltene Vase auch in ihrer ursprünglichen und ganzen Schönheit betrachten, oder die Stellen visualisieren, die restauriert wurden.


Über DNP:
Dai Nippon Printing (DNP) ist einer der größten Printspezialisten weltweit und bietet einen umfassenden Service an
Produkten und Dienstleistungen an. Darunter klassisches Verlagswesen, die Erstellung von Werbemitteln, Smart
Cards, Formulare oder auch Netzwerk- und Elektronikkomponenten.
DNP hat sich darüber hinaus auf die Erstellung von hochwertigen 3D-Computergraphiken spezialisiert, die auf CADDaten
basieren und in einem weiten Spektrum von Promotionsaktivitäten eingesetzt werden können.

Die metaio GmbH:
Die metaio GmbH konzipiert, entwickelt und vermarktet innovative Lösungen aus dem Bereich der Augmented
Reality (AR). Mit dieser neuartigen Technologie können virtuelle, dreidimensionale Informationen lagegerecht und in
Echtzeit in die reale Umgebung eingebunden werden. Das inhabergeführte Unternehmen wurde Anfang des Jahres
2003 gegründet und zählt zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot umfasst
professionelle Soft- und Hardwarelösungen für vielseitige Anwendungsmöglichkeiten, sowie Beratungsleistungen
von der Systemauswahl bis zur Prozessintegration. Zu den Kunden von metaio zählen renommierte Unternehmen
aus Industrie, Handel und Forschung, wie etwa BMW, Siemens, Toyota, EADS und Volkswagen.

Kontakt:
metaio GmbH Infanteriestraße 19
Jan Schlink Haus 3, 2. OG
Marketing / PR 80797 München
Mail: jan.schlink@metaio.com Tel.: 089 / 5480-198-51

Exodus in virtuelle Welten

ExodusMit seinem Buch „Exodus to the Virtual World“ nimmt Edward Castronova sich das Thema „Virtuelle Welten“ aus politischer, sozialer und ökonomischer Sicht vor. Castronova zu der Frage nach Standards in einem aktuellen Interview mit golem: „Ja und nein. Es wird Erstens vermutlich eine Koalition verbundener Welten geben, sofern das mehr Effizienz bringt. In etwa so wie in Second Life, wo Koalitionen die ökonomischen und sozialen Interaktionen verbessern. Und es gibt Bestrebungen, eine Art „Avatar-Standard“ zu entwickeln, damit ich meine Figur von einem MMOG ins nächste mitnehmen kann. Den werden aber vermutlich nur die MMOGs der zweiten Reihe wirklich benutzen, Blizzard etwa dürfte daran keinerlei Interesse haben.

Es wird zweitens auch ein Universum von separaten, abgeschotteten Welten geben, die eine große Bandbreite menschlicher Fantasien bedienen. Jeder Traum, den ein menschliches Wesen haben kann, wird innerhalb einer dieser virtuellen Welten zu finden sein.“

Pia Piaggio besucht den Campus

Heute sehe ich weder Meer noch Berge. Tiefe Wolken drücken auf die Bäume und ich bin gespannt, ob das UMTS-Signal es durch diese Nebelwand auf die Finca schafft und ich mich ohne weiteres einloggen kann.


Regen auf der Finca in Spanien

Es funktioniert zunächst einwandfrei. Beim Starten von Second Life® erscheint für wenige Sekunden Pia Piaggio, wie sie grimmig an der leeren Cocktailbar von Westaflex hockt. Dann bricht das Upload jedoch ab und der Bildschirm wird schwarz. Oh, nein, Pia! Ich kann dich nicht erreichen! Ich versuche es mehrmals, komme aber nicht ran an meine Pia Piaggio; komme nicht rein ins SL.

Also mache ich, was Linden Lab vorschlägt und sende einen Hilferuf an die angegebene Adresse. Nur, welche Anrede verwende ich? Dear LindenLab? Hört sich ja banane an. Also lasse ich die Anrede weg, sondern schreibe nur: Please, help me, cannot activate my Pia!!! Best regards, Stephanie. [Weiterlesen…]

Feuerwehr Hamburg in virtuellen Welten

(Pressemiteilung, Hamburg, 16.05.2008) Erstes Hamburger Symposium „Simulationen im Feuerwehr- und Rettungsdienst“

Das Internet ist auf dem Weg in die dritte Dimension, virtuelle Welten werden mit Milliardenaufwand entwickelt, erforscht und eingesetzt – online, offline und immer öfter auch in Bereichen, in denen es um Leben oder Tod gehen kann. Professionelle Helfer wie Feuerwehr und Rettungsdienste nutzen die neuen Möglichkeiten schon zur Ausbildung in simulierten Katastrophenszenarien, für Konferenzen, interaktive Trainings und sogar zur posttraumatischen Angst-Therapie.

In der Akademie für Rettungsdienst und Gefahrenabwehr tauschen sich nächste Woche Experten, Praktiker und Hamburger Studierende einen ganzen Tag lang über die Perspektiven der Entwicklung aus. Oberbrandrat Franz Petter von der Landesfeuerwehrschule Hamburg ist Initiator des Symposiums: „Überall dort, wo eine Übung sehr teuer, zu gefährlich oder unmöglich ist, können Simulationen eingesetzt werden. Insbesondere in der Führungsausbildung setzen einige Feuerwehrschulen seit längerem auf virtuelle Realität. Daneben gibt es gute Ansätze der Stressbekämpfung und Stressprävention, die wir erstmals vorstellen werden.“ [Weiterlesen…]