Second Life: Wenn Elfenbeintürme einzustürzen drohen

Einstürzende Elfenbeintürme

Der Elfenbeinturm des Protagonisten für virtuelle Welten aus San Francisco wackelt gewaltig. Das durch Twitter verbreitete Gerücht, dass Microsoft die Middleware-Plattform für kollaboratvive Welten kaufen möchte, sorgt nicht einzig für Verwirrung. Tatsächlich sägt sich Linden Lab durch die neue Preispolitik die Möglichkeiten im Bildungssektor ab. Ab 2011 müssen Non-Profit- und Fortbildungseinrichtungen den vollen Preis für Inseln zahlen. Das sind immerhin 295 US-Dollar und für kleinere Organisationen nicht mehr zu zahlen. Für den Eintritt in virtuelle Welten, sollen diese Organisationen künftig mit den leistungsschwächeren Servern starten. Etablierte Bildungseinrichtungen hingegen, die einen Server mit größter Ausbaustufe nutzen möchten, zahlen aber ab 2011 mächtig drauf.

Viele Signale weisen meiner Meinung darauf hin, das tatsächlich die Filetierung des Unternehmens vorbereitet wird [Weiterlesen…]

Fokus auf Nutzerfreundlichkeit: Second Life vereinfacht Einstieg und Bedienung

Pressemitteilung.

Die virtuelle 3D Plattform erleichtert den Einstieg in Second Life, mit dem Ziel, eine breitere Nutzergruppe zu erreichen.

San Francisco, 1. April 2010 – Linden Lab hat heute vielfältige Neuerungen seines Flaggschiffprodukts, Second Life, vorgestellt. Unter anderem wurden die Benutzeroberfläche, die Integration von externen Internet-Inhalten sowie die Unterstützung bei den ersten Schritten in der virtuellen Welt überarbeitet.
Second Life ist eine soziale dreidimensionale Online-Welt, die die Nutzer, Einwohner genannt, eigenständig erschaffen und weiter ausbauen. Einwohner verbringen monatlich durchschnittlich 40 Stunden in Second Life. Dort treffen und interagieren sie mit Freunden aus der ganzen Welt. Dafür nutzen sie Text- und Voice-Chat, erschaffen virtuelle Güter, gründen Unternehmen oder arbeiten und lernen gemeinsam. Jeden Tag entwickeln Bewohner mehr als 250.000 virtuelle Güter und sind Teil einer virtuellen Wirtschaft, die 2009 über eine halbe Milliarde US-Dollar innerhalb von Second Life umsetzte.
„Die aktuellen Upgrades erleichtern den Einstieg in Second Life um ein vielfaches.“ erklärt Tom Hale, Chief Product Officer, Linden Lab. „Im letzten Jahr haben wir an der Stabilität und der Skalierbarkeit gearbeitet und das komplette Redesign von SecondLife.com abgeschlossen. Darauf bauen wir heute auf: Der Einstieg und das Erkunden der vielfältigen Möglichkeiten und Inhalte von Second Life wird einfacher, damit positionieren wir die Plattform für eine breitere Nutzergruppe.“ [Weiterlesen…]

Community Gateways – Der erste Eindruck zählt?

In welches Umfeld man geboren wird ist entscheidend für die Zukunft. Vermehrt diskutiert man über die ungleichen Chancen neuer Erdenbürger, nicht nur Global gesehen sondern auch im deutschen Umfeld. Lässt sich das auf Neuankömmlinge in Second Life übertragen?

Während man in der Vergangenheit als Newbe in professionell gestaltete englischsprachige Orientierungsgegenden in Second Life „geboren“ wurde, hat Lindenlab mit dem „Community Gateway program“ alternative Einstiegspunkte für neue Anwender zugelassen. Grundsätzlich ja eine gute Idee.

Ich habe mir nun einmal die deutschsprachigen Angebote angeschaut.
Meine Frage, ob der Einstiegsort beim ersten Kontakt mit Second Life relevant sei, ist eigentlich klar mit Ja zu beantworten. Wenn ich mir allerdings vorstelle, in ein solches Chaos wie es die deutschen Gateway´s momentan darstellen „hinein geboren“ zu werden, muss ich sagen dass mir SL ziemlich verleidet werden würde. Da ich eine Mitarbeiterin aus der Szene sehr gut kenne (und mag), will ich aber nicht sagen, dass dort nur Idioten am Werk sind. Allerdings ist mein Eindruck erschreckend gewesen.

Bin ich nun zu verwöhnt, oder hab ich eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung?
Oder liegt es an meinem schmalen DSL Zugang und ich deshalb zugestopfte SIM´s, wo man nicht weiß wo vorne und hinten ist, wie die Pest meide?

Was meint Ihr?

Eine Liste der CG´s findet man hier

Das Internet der Zukunft: Das Erlebnis-Internet

Static HTML, Webseiten mit dynamisch generierten Inhalten, Content Management Systeme, Web 2.0. Diese Schlagwörter beschreiben die Entwicklung des Web’s im Schnelldurchgang. Wie aber sieht das Internet der Zukunft aus?


BMW Bikes

Ein ganz klarer Trend zeichnet sich ab, man möchte mehr Action im Netz haben. Zwar wird heute schon von Internet-Marktplätzen geredet, aber das, was einen echten Marktplatz ausmacht, haben Internet-Auftritte lange nicht erreicht. Nämlich das Erleben von Ereignissen. Ein wichtiger Evolutionsschritt des Web’s wird sein, in eine Art Erlebnis-Internet zu gehen.

Plattformen wie Second Life werden hier sicherlich eine bedeutende Rolle spielen, sobald Sie der Masse bzgl. Usability usw. besser zugänglich sind. In er Zwischenzeit wird dieser Erlebnisscharakter für Consumer überbrückt durch Auftritte wie das aktuelle Web-Angebot für BMW-Bikes.

Der Nutzer kann über eine 3D-Landschaft in Flash das Angebot rund um BMW-Bikes explorieren: Development, Equipment, Moutain Bikes, BMW children bikes, Touring Bikes, Cruise Bikes untermalt mit einem Video, in dem sexy Radkuriere durch die City heizen.

Stellt man sich das Internet von morgen vor, so wird der Internetuser mit seinem Avatar auf solch ein BMW-Bike springen und selbst durch eine City oder Landschaft heizen können, um BMW-Feeling live im 3D-Internet zu erleben. Und zwar in Echtzeit mit Kumples, im 3D-Erlebnis-Internet.

Die Frage ist nur, wie lange wird es dauern, bis sich (a) die Standards etabliert haben, (b) die Software gut genug ist, (c) die nötigen Bandbreiten und die nötige Hardware in dem Durchschnittshaushalt bereitsteht und (d) sich schließlich die Benutzerfreundlichkeit der 3D-Browser so weit ist, dass auch „normale“ Internetuser diese mit Leichtigkeit bedienen können.

Was bewegt die Nutzer wirklich?

Ich muss gestehen, dass ich nicht besonders überzeugt bin von trivialisierten Umfragen in denen die Teilnehmer anhand einer simplen Matrix Ihre Kreuzchen machen. Zugegeben, dies ist eine sehr kostensparende Möglichkeit sich einen groben Eindruck über die Zielgruppe zu verschaffen. Mehr aber aus meiner Sicht auch nicht. Qualitativ Hochwertige Methoden wie beispielsweise von Nextpractice entwickelt, scheinen mir doch Aussagekräftiger zu sein.

In der Abhandlung Wie virtuelle Welten wirken im Kapitel Problemaufriss schreibt dazu Prof. Dr. Jürgen Fritz:

Das Problem der Medienwirkungsforschung betrifft auch Forschungsbemühungen, die darauf gerichtet sind, die Wirkungen virtueller Welten zu erfassen. Mit Hilfe von Experimenten, speziellen Felduntersuchungen und Befragungen versucht man, Antworten auf die Frage zu finden, ob von Computerspielen problematische Wirkungen ausgehen können.

Die engen Fragestellungen der Untersuchungen, Unterschiede in den Forschungsmethoden und uneinheitlich benutzte Begriffe lassen es kaum zu, die deutlich divergierenden Ergebnisse angemessen miteinander zu vergleichen. Wie schon bei der Medienwirkungsforschung lassen sich eindeutige und in sich konsistente Ergebnisse kaum gewinnen. Auch hier gilt, dass sich das komplexe Bedingungsgefüge der Wechselwirkungsprozesse zwischen Computerspiel und Spieler durch die praktizierten Formen der empirischen Untersuchungen und die damit verbundenen sehr engen Fragestellungen nicht angemessen erfassen lässt.

Einen Interessanten Ansatz findet man auch bei Macromedia Fachhochschule der Medien.

In einer Pressemitteilung mit dem Titel Erlebnisforschung: Neue Instrumente an der Macromedia FH entwickelt liest man auszugsweise:

Unter Erlebniswelten versteht man verschiedenste Stätten, an denen das Erleben im Mittelpunkt steht. Dazu gehören Markenwelten, aber auch Transport-, Medien- und Arbeitswelten, wie Bahnhöfe, virtuelle Umgebungen oder Bürogebäude. „Markenwelten funktionieren nur mit großem Budget. Daher ist es verwunderlich“, gibt Ellert zu Bedenken: „dass die Wirkung bisher kaum kontrolliert wird.

Bioparameter bestimmen Wirkung von Virtuellen Welten

GamescienceDas Game and Media Arts Laboratory am Blekinge Institute of Technology beschäftig sich u.a. mit der Frage, welche Emotionen Benutzer von Computerspielen respektive Virtuellen Welten durchleben. Hierzu werden neben den klassischen Fragenkatalogen auch Eye Tracking sowie Methoden des Biofeedbacks verwendet. Die Themen der Neurowissenschaften werden in Zukunft nicht nur Wissenschaftler auf Trab halten.

Weitere Infos bei Golem

Damals, vom Text zum 2D-Bild zur 3D-Abbildung

Damals, vor gar nicht langer Zeit (1990), versuchten wissenschaftliche Mitarbeiter, dem Normalsterblichen die Ausmaße klar zu machen, was Internet bedeuten kann. Faszinierend loggte sich der Mitarbeiter über einen dedizierten Account der Hochschule via Telnet und Gopher auf entfernte Rechner ein und konnte weltweit über Textinformationen verfügen. Für einen außenstehenden Beobachter wenig spektakulär. Wie kann sich so ein Freak nur für eine solch kryptische Console, dem Telnet mit Bash, so faszinieren? Wenig später, mit HTML und HTTP kam der Durchbruch und nur langsam erahnte man Stück für Stück die Bedeutung des Internets für den Alltag.

Was der Schritt vom einfachen Text zur bildlichen Darstellung in der Usability bedeutet, musste ich heute durch einen Rückschritt in Windows Vista kennenlernen. Und zwar beim einfachen Druckertreiber. Mein Laserdrucker hat drei Papierquellen. Zwei Fächer à 500 Blatt für weißes Papier und für Umweltpapier, sowie eine manuelle Zufuhr für bereits bedrucktes Geschäftspapier, Etiketten usw. usf.


Druckertreiber XP

Im XP-Treiber für meinen Drucker gab es ein Bild für die Fächer, ein Klick auf das Fach und die Sache war geregelt. Nun, dieses Bild ist im Vista-Treiber verschwunden. Irgendwo bei den vielen Einstellungen finde ich endlich eine Listbox, über die ich die Papierquelle einstellen kann. Ziemlich nervig. Vor allem steht dort Fach 1 und Fach 2. Hmmm, zählen die von HP nun von unten nach oben oder von oben nach unten?

HP Treiber in Vista ohne Bild

Warum poste ich das hier auf einem Web.3D-Blog? Nun ich möchte diese nützliche visuelle Unterstützung beim Druckertreiber herausstellen und frage mich, wie wir in vielleicht 5 Jahren darüber denken, wenn uns die dreidimensionale Darstellung eines Druckers fehlt? Wie würde sich ein 3D-Betriebssystem anfühlen, bei dem ich Einstellungen am Drucker über ein 3D-Frontend vornehmen könnte. Ich denke da an die Sachen mit dem Papierstau. Wo muss ich nochmal ziehen? Wo ist jetzt die richtige Klappe? All diese Dinge könnte man in einer Art 3D-Betriebsystem viel einfacher und besser Darstellen, sodaß der User hier wesentlich einfacher herausfinden kann, wie die Maschine im Falle eines Papierstaus zu bedienen wäre …

Aber wo bekomme ich nun meinen guten alten XP-Treiber wieder her und zwar mit BILD ! Verflucht!

Fazit der Talkrunde: Second Life im Jahr 2008

Die virtuelle Welt Second Life® tritt jetzt in eine neue Phase, die sie nur bestehen kann, wenn sie sich weiter nach außen öffnet, neue Technologien integriert und sich der Konkurrenz anderer virtueller Welten stellt. Dies ist das Fazit einer virtuellen Diskussionsrunde zum Thema „Second Life® nach dem Jahr 2008“. [Weiterlesen…]

Second Life Visions, nach 2008

Die Ersten haben sich zu der Diskussion „Second Life® nach dem Jahr 2008“ getroffen. Anwesend sind Lutz Deckwerth aka Harley Kohime, Steward Drumbeat aka Michael Wald, Rock Soderstrom aka Thorsten Strack, Jim Gustafson, Niki Winkler, Roob Robbiani, Mkyschnitzel Cambell, Valeska Wezzog und Bernhard Sellers.

Auf der Konferenz wurde sich kritisch mit den Themen auseinandergesetzt wie OpenSource, Usability, Grafikqualität, Nutzen von virtuellen Welten usw.

Die Beteiligten waren sich einig, dass Sie trotz des durch die Presse kolportierten Abschwung über 2008 mit ihrem geschäftlichen Tätigkeiten weiterhin mit Second Life® aktiv bleiben.

KaDeWe in Second Life

Kaufhaus des Westens

Berliner Luxus Department-Store erobert neue Welt: Das KaDeWe wird virtuell

Berlin (ots) – Pünktlich zum 100. Geburtstag setzt das KaDeWe einmal mehr außergewöhnliche Maßstäbe für die Welt des Einkaufens:
Neben der Tauentzienstraße in Berlin findet man den Luxus-Departmentstore nun auch unter einer neuen exklusiven Anschrift: 966, 11, 78*. Das KaDeWe eröffnet sein virtuelles Pendant in Second Life® und realisiert damit erstmals in dieser Welt ein Luxus Department-Store-Konzept im 3-D-Format. Die virtuelle Eröffnung erfolgt in der Jubiläumsnacht am 10. Oktober – parallel zur Galanacht im umgestalteten Jubiläumshaus.
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