Second Life stärker genutzt als WoW

Second Life mit World of Warcarft zu vergleichen, ist, als ob man Äpfel mit Birnen vergleicht. WoW ist ein Spiel mit definierten Handlungsrahmen. Second Life ist eher eine Middleware, um dreidimensionale virtuelle Welten zu bauen.

Nichts desto trotz vergleicht Nielsen Games mit ihrem GamePlay Metrics (TM) die Nutzung der Plattformen. Und siehe da, die durchschnittliche Nutzung pro Woche und User liegt bei Second Life mit 760 Minuten pro Woche über der Nutzung von WoW mit 653 Minuten.

Das Ganze verwundert nicht wirklich, da, wie erwähnt, Second Life eher einer Middleware gleicht, mit der man beliebige Virtuelle Welten bauen kann. Zugegeben, kommt die Grafikqualität nicht annähernd an die von World of Warcraft an. Darum geht es aber gar nicht. Das nicht immer die Qualität eines einzigen Aspekts das entscheidende Kriterium für Erfolg ist, haben wir in der Vergangenheit schon oft gesehen. Ob es beim Videosystem um die VHS-Kasette, Video 2000 oder das BetaMax-System ging oder um Betriebssysteme: MSDOS vs. DRDOS.

Manchmal liegen hinter den offensichtlichen Sachverhalten eben noch viel verstricktere und komplexere Strukturen, die nur Wenige durchschauen. Oft ist es halt eine Frage der Wahrnehmung des jeweiligen Betrachters. Die einen sehen in Second Life ein Spiel und vergleichen es mit Spielen. Die Anderen erkennen darin eher eine Middleware-Architektur. Und wieder Andere, wissen mit dem Begriff Middleware nichts anzufangen. TJA! So isses halt :-)