TUTANCHAMUN – Virtuelle Archäologie

Tutanchamun

als ich „Virtuelle Archäologie“ auf dem Titelblatt des Magazins zur aktuellen Tutanchamun-Austellung las, dachte ich zunächst: „Wow! – eine virtuell begebare Variante des Grabmals des Pharaos Tutenchamuns – Klasse !!!

 In meinem Kopf entwickelte sich ein Bild einer virtuellen Welt, durch die ich interaktiv laufen kann, um die Schätze des Pharaos zu beschauen! Auf Seite 18 des Heftes stellte ich im ersten Moment ernüchternd fest: Virtualität muss nicht immer digital sein! Der vielversprechende Titel der „Virtuellen Archäologie“ behandelt die originalgetreuen Repliken, die man während der Ausstellung anschauen kann. Laut dem Bericht steckt sehr viel Geld, Liebe und Mühe in dem Werk, die Ereignisse vom November 1922 von Howard Carter nach-erlebbar zu machen. [Weiterlesen…]

Tim Berners-Lee und Ray Kurzweil auf Dresdner Zukunftsforum

In dem Beitrag der FAZ.NET „Das Internet wird wohl nie verstanden werden“ wird klar, dass die Grenzen zwischen virtueller und physischer Realität zunehmend verschwimmen. Dort heißt es:

„… Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web, und Ray Kurzweil, dessen Software-Innovationen die Welt verändert haben. Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden und entwarfen eine neue digitale Welt. …“

Hängen geblieben bin ich natürlich an dem Wortlaut

“ … Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden … “

Dies lies mich vermuten, dass eine besondere Video-Konferenztechnik oder Ähnliches zum Einsatz kommt, und Tim Berners-Lee, sowie Ray Kurzweil „digital“ hinzugeschaltet wurden. Obschon Kurzweil ein „Second Life-Gläubiger“ sei, ist das Ganze wohl aber nicht via Avataren oder spezieller „Videokonferenz“ abgelaufen. Vielmehr erscheint es, dass die Herren der Internet-Schöpfung tatsächlich physisch vor Ort auf dem 4. Dresdener Zukunftsforum waren. (siehe auch Second Life Community Convention 2009)

Doch dann wird es klar, nur für den Betrachter treffen sich Tim Berners-Lee und Ray Kurzweil virtuell, da sich Joachim Müller-Jung offenbar über das 2D-Internet via Livestream virtuell hinzuschaltete und selbst nicht physisch vor Ort in Dresden war.

Interessant finde ich, dass Ray Kurzweil (Ramona Ray in Second Life) als Second Life Gläubiger dargestellt wird.

Kurzweil ist einer der prominentesten Vertreter des Transhumanismus, einer Denkrichtung, die sich intensiv mit der Synthese von Mensch und Maschine auseinandersetzt. Zudem ist Ray Kurzweil für seine 20.000 USD-Wette bekannt. Er wettet, dass in 2029 ein Computer den berühmten Turing Test von Alan Turing besteht. In dem Test geht es darum, dass ein Mensch zwei Chat-Dialoge führt. Einen Dialog mit einem Menschen und einen weiteren Dialog mit einer Maschine. Der Test gibt als bestanden, wenn der Fragesteller nicht klar sagen kann, welcher von beiden Chatpartnern die Maschine ist.

Wie auch immer, sehr interessant, dass die Grenzen zwischen „Realität“ und Virtualität – oder besser gesagt – zwischen virtueller und physischer Realität zunehmend verschwimmen:

Beide trafen sich virtuell auf dem Zukunftsforum in Dresden und entwarfen eine neue digitale Welt.

Auf der Spur des Weihnachtsmanns

All unseren Lesern wünschen wir von sämtlichen virtuellen und realen Herzen einen ruhigen Jahresausklang und einen guten Rutsch in ein tolles 2010!



Und hier noch einmal in der Rohfassung, da ich (Patrick Wunderland), stimmentechnisch etwas „untergehe“ :-)



Ich will nun gar nicht lange erzählen, zusammmenfassen oder aufarbeiten, was dieses Jahr alles passiert ist. Das soll jeder für sich tun!
Wir möchten uns aber ausdrücklich bei unseren Lesern bedanken, die regelmäßig unsere Seite besuchen, und all jenen, die mit Ihren Kommentaren zur Diskussion einladen, oder wichtige Hinweise bringen.

Euch allen zum Dank haben wir ein kleines Video produziert, mit einer kurzen Reflexion über den Weihnachtsmann und virtuelle Welten. (Na, ja… das Video ist zufällig nach unserer Weihnachtsfeier aufgenommen worden, als wir die eigentliche Aufnahme abschalten wollten :-/ …Technik!)

Habt Spass mit dem Video, Kommt gut nach 2010 rein und genießt die Feiertage! Wir freuen uns, Euch wieder zu sehen!

Mit kybernethischen Grüßen,

Andreas Mertens

und

Tobias Würtz

Wahrheit? Alles Lüge!

Bei einem meiner letzten Führungen durch SL ist eine Frage aufgekommen, die seit langem ein Dreh- und Angelpunkt im Komplex der virtuellen Realität ist.

„Kann man in virtuelllen Welten qualitativ genauso viel lernen, wie in der realen Welt?“

Beim Nachforschen dieser Frage, bin ich auf eine Sendung von ARTE sciences auf Youtube gestoßen, die schon im Dezember 2008 veröffentlicht wurde, und die ich hier gerne in die Diskussion mit einfließen lassen möchte.

Der Film besteht aus vier Teilen, setzt sich dabei erst ein Mal mit der Frage auseinander, was überhaupt „real“ ist. Die präzise Unterscheidung zwischen „real“ und „virtuell“ ist Voraussetzung, um die Qualität beider Welten vergleichen zu können.



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Pia Piaggio auf Bluepill

Mitunter begegnet uns das, was wir suchen, nicht unmittelbar sondern völlig überraschend auf einem Umweg. Sehenswerte und interessante Locations gibt es zu Genüge im Second Life, aber vergleichsweise klein wird die Anzahl derer, die wirklich etwas Gebräuchliches oder Wissenswertes für den realen Lebensalltag vermitteln. So ist die virtuelle Inszenierung eines Arthur Schnitzler Werks zwar durchaus ein Highlight, erfüllt aber die vorgenannten Prämissen nur bedingt. Jedoch führte mich diese Ankündigung zum Verantwortlichen für das ganze geplante Theater, und hier nun finde ich ein virtuelles Projekt, das sich die Vermittlung und Kommunikation der verschiedenen Kulturen dieser Welt zum Ziel gesetzt hat.

Globale Kultur ganz konkret

Das Fremde zu entdecken und es dadurch besser verstehen zu können, ist heutzutage nicht mehr als individuelle Leidenschaft anzusehen. Es ist zum notwendigen Grundwissen avanciert, das ein friedliches Miteinander in multikulturellen Gesellschaften ermöglicht und nicht selten auch für den Erfolg im Job unentbehrlich ist. Frank Gaugel vom Unternehmen bluepill GROUP mit Sitz in Deutschland, Spanien und Belgien, hat zu diesem Zweck SIETAR ins Second Life gebracht. SIETAR (Society for Intercultural Education, Training And Research) heißt der jährliche weltweite Kongress, der im Oktober 2008 in Granada stattfand und sich um das folgende Hauptthema drehte: „Wie die Globalisierung die Kulturen beeinflusst und wie Globalisierung die Kulturen formt“.


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Die Realität folgt der Virtualität

In diesem Artikel auf www.monitor.co.at bin ich auf folgende interessante Passage gestoßen:

Die reale Wirtschaft folgt der virtuellen: im Second Life (SL) fand die aktuelle „reale “ Finanzkrise schon vor über einem Jahr statt. Ende 2007 brach der Kapitalmarkt im SL völlig zusammen, ausgelöst vor allem durch den Zusammenbruch des damals größten Kreditinstitutes der Ginko Financial Bank.

Wau dachte ich mir, nicht schlecht recherchiert. Von der Ginko-Bank berichteten wir ja auch am 20. August 2007.

Interessant auch der Aspekt, dass bereits 50% der Orders an der Deutschen Börse von dem Handelssystem Xetra realisiert wird. In dem Artikel geht es hier, um „Algorithmischen Handel“. Dass heißt, dass hochkomplexe Entscheidungen, wie zum Beispiel der Handel an der Börse von TradeRoboter durchgeführt wird. Insofern ich das verstehe, ist Xetra aber nur wieder der automatisierte verlängerte Arm von Menschen. Trotz allem lässt sich berechtigterweise die Frage stellen, wie viel Unfug hier vielleicht im Trading-Geschäft durch TradeRoboter passiert?

Auch von den Aktivitäten von Beko wird berichtet, welche die First National Second Life Bank (FNSL) gegründet haben.

Dass die Realität der Virtualität folgt, ist ein spannendes Gebiet. Schon seit längerem bin ich der Überzeugung, dass sich reale Handlungsmuster in Virtuellen Welten repräsentieren und abbilden. Das Spannende ist, dass man hier keine Simulationen wie im herkömmlichen Sinne fahren kann, da Avatare keineswegs algorithmengesteuert sind. Und an diesem Punkt macht der Journalist auf Monitor einen entscheidenden Fehler, wenn er schreibt:

„Auch werden die Handelsentscheidungen nicht mehr von Menschen sondern von Algorithmen, wie es auch Avatare sind, gefällt …

Das ist schlichweg falsch. Korrekterweise muss man hier unterscheiden:

  1. Die grafische Repräsentanz des Menschen, der Avatar, ist algorithmengesteuert!
  2. Die Entscheidungen und Handlungen werden jedoch nach wie vor von Menschen durchgeführt und das virtuelle Erscheinungsbild, der Avatar, repräsentiert die Handlungen, die vom Menschen durchgeführt werden!

Es ist unglaublich und hanebüchen, welche Kardinalfehler in der Berichtserstattung in den klassischen Medien gemacht werden!

Es ist daher kein Wunder, wenn mich in meinen Präsentationen immer wieder die Leute fragen:

Und wer programmiert die Intelligenz der Avatare?

Traurig aber wahr, der Artikel fing so gut an und dann sowas …

Das virtuelle Berlin ist ab sofort noch größer und noch freier!

Berlin, 14.Juli 2008. newBERLIN wächst! YOUin3D.com, Entwickler und Betreiber der 3D-Online-Stadt Berlin im Maßstab 1:1 in Second Life, erschließt weitere Flächen: Seit heute gibt es im virtuellen Berlin die Grundflächen
für das Brandenburger Tor, die Siegessäule den Hackeschen Markt und die Eberswalder Straße im
Prenzlauer Berg. Die neuen Bereiche erweitern das virtuelle Berlin, das seit April 2007 nach und
nach in Second Life® gedoppelt wird. Los ging es damals mit Berlins Fernsehturm und Umgebung,
im letzten Jahr folgten die Weltzeituhr, das Alexa, die Marienkirche und das erste Stück des Bezirks
Friedrichshain.

newBERLIN

Das Besondere: Unter dem Motto „sei newBERLIN“ geben die Betreiber nun den neuen Bereich zur
Bebauung frei! Ganz nach dem Gedanken des „user created content“ kann hier nun jeder bauen und
scripten und so ab sofort newBERLIN mitgestalten und sich dort einrichten. Selbst interaktive
Elemente können vom User eingefügt werden. Einzige Vorgabe: Der Stadtplan. Dieser ist als
Grundplan und Bauvorlage ausgelegt. [Weiterlesen…]

Pia Piaggio auf der Modemesse

So langsam bekomme ich es auf die Reihe mit meinem Zweitleben. Pia avatiert endlich reibungslos. Sie geht, fliegt und teleportiert sich durch das Second Life, sucht und findet mühelos Orte und Veranstaltungen, die mich interessieren oder von denen ich einfach nur höre. Genauer gesagt lese ich darüber. Pflichtlektüre ist da unter anderem das kostenlose Magazin TOUCH, das regelmäßig Inworld berichtet und alle Rubriken einer ordentlichen Lifestyle-Zeitschrift abarbeitet. Ebenfalls die Foren Toolbar Info, Second Life® Info, Pedro Meya Marty, der Multimediablog oder German SL Style sind wahre Fundgruben für Infos rund ums Leben im Grid, wobei diese Nennungen beispielhaft für zahlreiche interessante Foren stehen.

Mir macht mein Zweitleben immer mehr Spaß. Die Liste der Locations und Events, die Pia Piaggio besuchen soll, wird immer länger. Ganz oben stehen diverse Museen, gefolgt von einigen Künstlervierteln und gespickt mit festen Dates aus den Bereichen Bildung und Kultur. Mit jedem Einloggen wird diese Liste automatisch länger, weil ich an jedem Ort Verweise auf weitere Locations finde, die das jeweilige Thema ergänzen, vertiefen oder ausweiten. Welch gigantisches Grid!

Um jeglichen unerwünschten Effekten von Immersion entgegen zu steuern habe ich mir relativ feste Zweitlebenszeiten eingerichtet. Dienstags ist ganz klar mein Highscore-Second-Life-Tag, an dem ich von morgens bis abends Zeit dafür habe. Die restlichen Wochentage sind von lauter Haupt-, Neben- und Freizeitpflichten durchsetzt und werfen höchstens mal ein Stündchen für Pia Piaggio ab. Samstags und Sonntags ist SL-Verbot auf der Finca. Sonst würde ich wohl meine Beziehung und Freundschaften im Erstleben aufs Spiel setzen. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein wichtiges Event ansteht. Basta. So sieht es aus für Pia Piaggios Aktivitäten.

Apropos Spiel: Da hat doch die Zeitung CHIP das Second Life® endlich Anfang April in ihre Downloads aufgenommen und sortiert es dann auch noch ein in die Kategorie „PC-Spiele“. Ein Stöhnen ging an jenem Tag durchs Grid, aber es hat wohl kaum jemand gehört. Sonst hätte es doch sicherlich eine Art Anti-CHIP-Magazin-Inworld-Demo gegeben, weil deren Redaktion noch immer nicht begriffen hat, was das virtuelle Leben außer dem Spielen sonst noch alles anbietet. Oder habe ich etwa nicht begriffen, dass es doch nur ein Spiel ist?

Offen gestanden verwirrt mich diese virtuelle Welt manchmal ganz schön. Ich sitze hier auf meiner Finca und haue mir das Web.3D in all seinen Finessen, Tücken und Herausforderungen um die Ohren. Um einen ganz realen Standpunkt zu dieser virtuosen Virtualität zu finden hilft oft nur ein ausgedehnter Spaziergang mit den Hunden.

Hunde

Diese zwei Schätzchen holen mich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück. Wir tapern über die Haine, kraxeln in tiefe Schluchten und kämpfen uns durch dicht zugewucherte Wälder. Das macht den Kopf frei, den Rücken locker und meist sehe ich die Dinge nach so einer Hunderunde glasklar.

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Die Grenze zwischen Realität und Virtualität


Lesung von Ingrid Schmitz

Eine Gänsehaut ist garantiert, wenn Second Life® und Real Life nahtlos ineinander übergehen oder beide Welten sich kurz vermischen. Welcher SL-User hat das nicht schon einmal erlebt? Die Kriminalschriftstellerin Ingrid Schmitz aka Sameja Lomba hält diesen kurzen Moment für die Dauer ihres multimedialen Events fest. In ihrer Lesung „Second Life® meets Real Life“ präsentiert sie die 3D-virtuelle Welt im Rahmen ihrer Power-Point-Präsentation mit Musik- und Videoeinbindung, liest sie ihre Second Life-Krimikurzgeschichten auf unterschiedliche Art und Weise.

Zuletzt in Wien auf der Criminale erfolgreich vorgeführt, ist Ingrid Schmitz nun im realen Krefeld in der neuen Stadtbibliothek zu erleben.

Termin: Donnerstag, den 29.05.08 um 20.15 Uhr
Ort: Mediothek, Theaterplatz 2, 47798 Krefeld
Kartenvorbestellung: 02151/862753
Eintritt: 5 Euro (Kommt der Mediothek zugute)

Polka Dot . ein stilleben (2008)

Jo Fabian kehrt zurück. Nach zwei Jahren im virtuellen Exil präsentiert er in Koproduktion mit dem Orphtheater das erste Theaterprojekt, das Künstler aus der Welt des Second Life® in der Wirklichkeit zusammenführt. Seine Figuren buchstabieren sich durch die Textur „Polka Dot“, die aus dem 3D- Bild LoveDot des holländischen Künstlers Rob Steenhorst und der verzerrt – folkloristischen Musik des Luxemburgers Pit Vinandy (Cyberpiper) entwickelt wurde.

„Polka Dot“ ist ein Modell für ein Theater der Zukunft. Das Projekt untersucht die Übergänge von analoger Wirklichkeit zu digitaler Realität. An die Stelle sozial veranlagter, natürlicher Menschen treten künstliche, programmierte Schauspieler. [Weiterlesen…]