Virtuelle Welten werden ernst genommen

Am letzten Dienstag, den 17.05.2010 durfte ich an der Veranstaltung „Potenziale und Einsatzmöglichkeiten virtueller Welten“ der MFG Baden Württemberg teilnehmen und unsere Aktivitäten des Arbeitskreises E-Learning in virtuellen Welten vorstellen. Ca. 80 Besucher informierten sich über seriöse Anwendungen mittels Virtueller Welten. Vorgestellt wurden folgende innovative Projekte: [Weiterlesen…]

3D-TV nur für gesunde Menschen

Hersteller von 3D-TV-Geräten wie Samsung empfiehlt Menschen in „schlechter körperlicher Verfassung“ auf 3D beim Fernsehen zu verzichten, so heise heute.

Oft kommt es bei 3D-Anwendungen zu Nebeneffekten wie Müdigkeit und Übelkeit. Dies liegt daran, dass unsere Raumwahrnehmung nicht nur durch zwei „verschobene“ Bilder bestimmt ist, sondern durch viele weitere Parameter, wie z.B. die Kopfbewegung und die Augenbewegung in Relation zu den fokussierten Objekt und der Entfernung. Bei 3DTV-Darstellungen besteht das Problem, dass das Auge auf die Oberfläche des Bildschirmes fokussieren muss. Hierdurch entsteht ein Problem, dass die eigentliche Objektentfernung nicht mehr kongruent zur Entfernung zwischen Auge und Display ist, was zu Irritationen führen kann.

Der heise-Artikel beschreibt das Problem genauer, inkl. der Akkommodation des Auges, die hier eine entscheidende Rolle spielt.

Markenwahrnehmung und nachhaltiges Marketing in virtuellen Welten

Irgendwo in der virtuellen Welt von Second Life begegnete ich kürzlich einer C-Klasse von Mercedes Benz. Aha, sagte ich mir, dass ist ja lustig. Zwar beendete Mercedes Benz im März 2008 offiziell das Engagement in Second Life, was aber nicht bedeutet, dass die Präsenz der Marke Mercedes Benz verschwunden ist.

Konkret heißt das, dass Mercedes Benz seit dem Verlassen von Second Life keinen weiteren Eurocent in das Engagement in Second Life investiert, trotzdem aber eine Markenpräsenz hat! Dasselbe gilt für die Marken Adidas und Nike. Sie sind nicht durch sich selbst, also eine Wortbildmarke präsent, sondern durch die virtuellen Produkte, die fast beliebig of kopiert werden können.

Wie sich heute zeigt, haben „Marketingexperten“ allzuschnell geurteilt, als Sie das Trafficaufkommen von normalen Webseiten mit Repräsentanzen in virtuellen Welten verglichen haben.

In virtuellen Welten gelten also andere Gesetze. Für ein besseres Verständniss möchte ich deshalb an dieser Stelle auf ein paar wichtige Grundlagen eingehen. Das Verständniss dieser Grundlagen ist meines Erachtens Voraussetzung für ein erfolgreiches Engagement in Virtuellen Welten: [Weiterlesen…]

Kommunikationsqualität im virtuellen Raum

In den Essener Studien zur Semiotik und Kommunikationsforschung – Band 28 liefert Sascha Postner als einer der wenigen ernstzunehmenden deutschen Forscher und Wissenschaftler im Bereich Virtuelle Welten neben Andreas Lober ein hervorragendes Werk. Das Buch umfasst im DIN A5-Format 106 Seiten und kostet €24,80 bei amazon.de und ist im Shaker-Verlag erschienen.

Der offizielle Titel der Studie lautet

„Erster Eindruck aus zweiter Hand – Zum sozio-perzeptiven Kontakt unter den spezifischen Bedingungen dreidimensionaler Onlinewelten am Beispiel von Second Life“

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Neue SLTalk Autoren – Welcome

heute möchte ich einige neue Autoren und Kollegen an Board der Avameo-Cyberspace 3003 begrüßen.

Am 11. November 2006 startete ich dieses Blog als Abspaltung meines Root-Blogs www.lawsofform.de. Als ich damals diesen Weg einschlug, hatte ich vielleicht eine vage Ahnung von all dem was heute ist. Und heute habe ich wieder eine vage Ahnung von dem, was vielleicht im nächsten Jahr ist. In die Zukunft schauen kann niemand – ich habe zumindest noch niemanden kennen gelernt – linear prognostizieren können Viele. Wie schlecht das funktioniert, zeigt die aktuelle Finanzkrise.

Heute würde ich das, was wir bei Avameo machen, als angewandte Kybernetik des Zukunftsmanagements und der Zukunftsgestaltung beschreiben. Wir machen Gegenwartsbeobachtung und schärfen unsere Wahrnehmung in Bezug auf das Web 2.0, des Web 3.0 und des Web.3D bzw. 3D-Internets. Weiterhin – und hier kommt auch der Aspekt der Zukunfts-Ge-Staltung hinzu – ist, denken wir die von uns beobachteten Dinge kreativ zu-sammen. Wir verknüpfen die Informationen und leiten konkrete Handlungen für unseren Alltag und unser Business ab. Gleichzeitig vermitteln wir unseren Lesern wiederrum einen Ausschnitt unserer Wahrnehmung und eine Idee von dem was wir neben dem Schreiben auf Avameo tun.

Dies erfordert Neu-Denker, Innoivatoren, KWER-Denker, UM-Denker, Gegen-Denker und Kybernetiker und KybernetikerInnen. Ich bin glücklich, drei solche innovative Mit- und Zu-Sammen-Denker im Autorenteam begrüßen zu dürfen. Alle drei sind Experten auf ihrem Gebiet aber keine Spezialisten im Sinne von Fachidioten, sondern Generalisten, die weit über Ihren Tellerrand hinaus schauen können. Es macht mich Doppeltglücklich durch meine Aktivitäten im Bereich Second Life / 3D-Internet diese Menschen getroffen zu haben.

Im Namen des bestehenden Avameo-Teams Michael Wald-Stephanie Posselt-Andreas Mertens heiße ich Euch herzlich Willkommen. Ich freue mich auf weitere Aktivitäten, Kreationen und Synergien.

Gaby Benkwitz ist als Metaverse Evangelist bekannt und hat Ihre Expertise bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Unter anderem hat den SL-Auftritt der Volksbank Raiffeinsenbank konzipiert. Eine Ihrer „Tellerrandperspektiven“ bezieht sich auf die Kommunikationswissenschaften.

Mit Kai Ludwig und Bayram Kansu haben wir zwei kompetente Autoren und Partner im Bereich OpenSource/OpenSimulator gewinnen können. Mit der Firma Talentraspel stemmen die beiden ein OpenSimulator-Out-of-The-Box-Produkt. Ich bin mir sicher, dass die OpenSource/OpenSimulator-Bewegung ein wichtiger Faktor ist, der zu einem 3D-Internet beitragen wird. Das wir mit unseren gemeinsamen Aktivitäten die Zukunft heute richtig gestalten, zeigt mir die Resonanz auf unsere Veranstaltung „The Next Generation Internet“ am 12. März 2009. Die Veranstaltung stellte ich erst kürzlich in XING rein. Innerhalb weniger Stunden waren 17 von 20 Plätze belegt.

In diesem Sinne wünsche ich kybernetisches Gelingen 2. und höherer Ordnung. Willkommen bei Avameo.

Heilige Orte im Internet

Nach den Tagen weihnachtlicher Besinnlichkeit ist man doch ganz nah am Thema Religion. Hierbei spielt der Begriff Kultur eine wichtige Rolle.

Es gibt weltweit viele (alle?) Glaubenskonstruktionen die Ihren Weg ins Internet gefunden haben. Dabei spielen neben 2D Darstellung immer mehr dreidimensionale Welten wie Second Life (?) eine Rolle (siehe auch).

Durch 3D Darstellung kann man die entsprechenden Symbole mit hoher Immersion erfahren, umso mehr man sich mit seinem Stellvertreter (Avatar) identifiziert. Hierbei wirkt jeder Raum unterschiedlich auf den gleichen Beobachter.  Ist der gläubige Beobachter aus dem dargestellten Kulturkreis, kann er an dem Ort eine „Heilige“ Atmosphäre spüren. Je nach Prägung des Beobachters auch in Ihm eher fremden Umgebungen mit gleicher Funktion.

In diesem fast einstündigen! GoogleTechTalk vom 31. Mai 2007 geht Christopher Helland auf die Thematik ein, und verrät neben bei, wann wohl die erste virtuelle Hochzeit gefeiert wurde.


Psychogramm über Philip Rosedale

Erst einmal Sorry für die verheißungsvolle Headline. Mir ist spontan nichts besseres eingefallen. Nein, ich verweise hier nicht auf eine wissenschaftliche Arbeit über Philip Rosedale. Aber mir ist beim schauen des unten aufgeführten Videos nur etwas aufgefallen. Schaut euch mal genau die Mimik und das Verhalten von Philip Rosedale an. Mir scheint es so, als nehme er seine Anwesenheit bei der Diskussion anders wahr als wie die Kollegen. Zumindest vermittelt er mir den Eindruck. Er schaut sich ständig um, scannt die Umgebung im näheren und weiteren Umfeld. Kommt das von Second Life? Was denkt Ihr?

Das Video habe ich übrigens bei Mal Burns Annex gefunden.

Online-Coaching mit Innovationspreis ausgezeichnet

Die Firma LPScocoon wurde für ihre virtuellen Systemaufstellungen mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Durchgeführt werden die Aufstellungen online unter Verwendung einer speziellen 3D-Darstellungs-Software.

Systemaufstellungen gehören zu den modernen (systemischen) Formen in der therapheutischen Arbeit und mittlerweile auch in der Organisationsarbeit. U. a. machen Systemaufstellungen komplexe soziale Beziehungen innerhalb einer Familie oder Organisation transparent. Dies führt zum besseren Verständnis der aktuellen Situation, aus der dann entsprechende Veränderungsarbeit geschehen kann.

Hierzu Wikipedia:

Eine Systemaufstellung ist eine Übung innerhalb einer in Seminarform angebotenen Veranstaltung und der Oberbegriff für verschiedene Aufstellungsformate, von denen die Familienaufstellung die bekannteste ist. Allen Aufstellungsformaten gemeinsam ist die Vorgehensweise, dass Personen als sogenannte Vertreter eine Benennung – (im Sinne von „Vertreter für …“) – erhalten, im Raum aufgestellt werden und im Zuge einer Prozessarbeit nach ihrer Wahrnehmung innerhalb des aufgestellten Systems befragt werden. Ein Kernpunkt des methodischen Vorgehens bei der Durchführung von Systemaufstellungen ist es, insbesondere solche Systemdynamiken durch die Aufstellungsmethode zu betrachten, die durch logisch rationale Erwägungen i.a. weniger effektiv erfahrbar gemacht werden können. Zielsetzungen können dabei auch allgemeine Klärungsanliegen oder Fragen zum Management und Selbstmanagement innerhalb sozialer Systeme (z. B. bei Fragen aus dem beruflichen Kontext) wie z. B. bei Organisationsaufstellungen oder Strukturaufstellungen sein.

Augmented Reality eine alte Sache?

Auch wenn folgender Artikel, die AR (Augmented Reality) wie folgt einführt:

… Die so genannte Augmented Reality, zu Deutsch „erweiterte Realität“, gilt als Technologie der Zukunft. Sie vereint virtuelle und reale Bilder – jetzt setzt sich dieser Trend in der Medizin durch. Chirurgische Eingriffe können dadurch eine nie gekannte Dimension erreichen. …

habe ich mich heute folgendes gefragt: Ist nicht das normale Handygespräch schon AR? Heute morgen fuhr ich im Bus durch Wiesbaden, mit meinem Bluetooth-Headset im Ohr. Meine auditive Wahrnehmung meines physischen Umfeldes (Geräusche im Bus, Gespräche der anderen Insaßen, …) wurden durch eine weitere virtuelle auditive Information überlagert, nämlich durch das Gespräch mit Michael Wald.

Blended Learning in Second Life

Enrico A. Kern, E-Learning und Blended Learning in Second Life®

Laut Enrico A. Kern sind virtuelle Welten wie Second Life® für E-Learning und Blended Learning hervorragend geeignet:

….
Mit dem Ansatz des Blended Learning ist man hier genau an der richtigen Stelle. Second Life® eignet sich insbesondere durch seine dritte Dimension als Bildungsplattform. Bisherige Lernangebote werden durch die räumliche Wahrnehmung, das Gruppen- und klassenraumähnliche Erlebnis, Geräusche, Sprache sowie Mimik und Gestik bereichert. …

Weitere Infos im Interview auf Checkpoint eLearning.